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Sicherer leben in Ostholstein

Lübeck/Ostholstein Sicherer leben in Ostholstein

Weniger Diebstähle, weniger Raub, ein Rückgang bei Betrug und Sexualstraftaten: In Ostholstein lebt es sich so sicher wie lange nicht. Das ist jedenfalls die Botschaft der Kriminalstatistik für 2015, die gestern von der Polizeidirektion Lübeck/Ostholstein in Lübeck vorgelegt wurde.

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Zufrieden mit den Zahlen der Kriminalitätsstatistik 2015 für Ostholstein: Norbert Trabs (v. l.), Detlev Zawadzki, Michael Sörnsen.

Quelle: Hellerling

Lübeck/Ostholstein. Danach nahm die Zahl der Verbrechen und Vergehen, die der Polizei bekannt wurden, um vier Prozent im Vergleich zu 2014 ab. Mit 13543 Straftaten wurde der niedrigste Stand in den vergangenen zehn Jahren registriert. Besonders bemerkenswert: Auch die aufgenommenen Wohnungseinbrüche gingen zurück — von 478 auf 448 Fälle oder um minus sieben Prozent.

„Die Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger ist gewährleistet.“ Norbert Trabs, Leitender Polizeidirektor

„Das Aufkommen bezogen auf Zuwanderer ist völlig unspektakulär.“ Michael Sörnsen, Polizeidirektor

Die Entwicklung im Kreis war damit besser als in Schleswig-Holstein insgesamt. Landesweit ging die Kriminalität nur minimal um 0,1 Prozent zurück — bei einem Anstieg der Wohnungseinbrüche um 12,3 Prozent. Auch in Lübeck wurde häufiger in Häuser und Wohnungen eingebrochen (plus 13,1 Prozent), die gesamte Kriminalität sank jedoch um 8,1 Prozent.

Getrübt wird die erfreuliche Gesamtbilanz für Ostholstein durch eine leicht, auf 50 Prozent gesunkene Aufklärungsquote (landesweit 52,10). Und nach der Häufigkeitszahl (Zahl der Fälle auf 100 000 Einwohner umgerechnet) weist Ostholstein den höchsten Wert aller Kreise im Land auf. Allerdings schlagen Vergehen von Touristen mit auf das Konto. Auffallend: Im Revier Neustadt sank die Kriminalität anders als in Oldenburg/Heiligenhafen, Bad Schwartau und Eutin nicht. Diebstahl und Rohheitsdelikte trieben im Bereich Neustadt die Statistik hoch.

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden“, resümierte der neue Leiter der Polizeidirektion, Norbert Trabs, und versicherte, dass die Bekämpfung der Einbrüche ein Schwerpunkt bleibe. Ein mühsames Geschäft, wie Michael Sörnsen erläuterte, der die Kriminalitätsbekämpfung in der gesamten Behörde verantwortet. Um Einbrechern auf die Spur zu kommen, hat die Polizei ihr Vorgehen verändert. An den Tatorten werden intensiver Spuren gesucht und gesichert, die Ermittlungen breiter geführt — ein landesweiter Ansatz. Auf diese Weise sollen Strukturen und Zusammenhänge erkannt werden. „Das gelingt uns immer mal wieder“, meinte Sörnsen, räumte aber ein, dass die Aufklärungsquote nicht „herausragend gut“ sei. In Ostholstein betrug sie 2015 gerade einmal 5,8 Prozent. Allerdings schnellt sie in die Höhe, sobald eine Einbruchsserie aufgeklärt wird.

Die verbreitete Befürchtung, dass mit den Flüchtlingen auch die Kriminalität steigt, kann die Polizei nicht bestätigen. Sörnsen: „Das Aufkommen bezogen auf Zuwanderer ist völlig unspektakulär, völlig unauffällig.“ In erster Linie handele es sich um Eigentumsdelikte wie Ladendiebstahl oder einfache Körperverletzungen zwischen den Flüchtlingen selbst. „In der Summe beunruhigt es uns aber nicht“, sagte Sörnsen. Eine präzise Statistik, die Kriminalität von Flüchtlingen erfasst, gibt es noch nicht.

Detlev Zawadzki, zuständig für überörtliche und schwere Kriminalität, äußerte sich erleichtert, dass es bisher im Bereich der Direktion keine schweren Übergriffe gegen Flüchtlinge oder Angriffe auf Unterkünfte gegeben hat. „Wir sind da sehr, sehr sensibel, aber wir können glücklicherweise keinen gefährlichen Trend erkennen.“ Noch eine gute Nachricht hatte Zawadzki: Bei Mord und Totschlag liegt die Aufklärung bei 100 Prozent. Von 13 Straftaten gegen das Leben (sechs in Ostholstein, sieben in Lübeck) wurden alle geklärt.

Trabs beklagte eine zunehmende Aggressivität gegenüber der Polizei, häufig unter Alkoholeinfluss. 67 Beamte seien im vergangenen Jahr teilweise schwer verletzt worden. pet

LN

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