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Ostholstein Sie geben Waisen eine Chance: Schüler spenden 13000 Euro
Lokales Ostholstein Sie geben Waisen eine Chance: Schüler spenden 13000 Euro
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20:13 17.05.2017
Foto mit Scheck: Jurik Lindemann, Friederike Jahnke, Michael Bartolf und Schwester John (v. l.). Quelle: Foto: Latz

Sie haben sich nie gesehen, die Kinder aus Timmendorfer Strand und die aus Nuwara Eliya in Sri Lanka. Mehr als 8000 Kilometer Luftlinie trennen sie – doch Erstere setzen sich seit Jahrzehnten für Letztere ein, und dafür wurde ihnen von Herzen gedankt. Erneut haben die Schüler des Ostsee-Gymnasiums (OGT) den Erlös des Weihnachtsbasars dem Waisenhaus St. Theresa gespendet: Genau 12997,23 Euro gehen an die Ordensschwestern, die im dortigen Konvent Kinder versorgen, die keine Eltern mehr haben oder deren Eltern sehr krank sind.

Initiiert hat dieses Projekt vor mehr als 30 Jahren die damalige OGT-Lehrerin Elisabeth Wegener, die ein Mädchen aus einem Waisenhaus in Sri Lanka adoptiert hat und die die Menschen in diesem Land seither unterstützt. Sie berichtete den OGT-Schülern während einer Feierstunde von der Armut, in der auch die arbeitende Bevölkerung wie Fischer und Reisbauern oder die Arbeiter auf Kautschukfarmen und Teeplantagen leben müssen. Wegener zeigte auch Fotos aus dem Waisenhaus. „Diese Kinder können lachen und etwas aus ihrem Leben machen. Ihr sorgt dafür, dass sie eine Chance haben, und dafür danke ich euch von ganzem Herzen“, sagte sie.

Zu Tränen gerührt war Schwester John aus dem Waisenhaus, die nach Timmendorf gereist ist, um sich bei den Schülern persönlich zu bedanken. „Das Geld, das ihr uns spendet, ist unser einziges Einkommen“, betonte sie: „Sonst haben wir nichts.“ Deswegen gingen die Ordensschwestern sorgfältig mit der Spende um. „Für jedes Kind brauchen wir 28 Euro im Monat“, berichtete Schwester John. Das Geld werde in Bildung, Kleidung, medizinische Versorgung und Essen investiert. „Wir sind superfroh, dass wir eine verlässliche Quelle darstellen“, sagte Schülersprecher Jurik Lindemann, während Schulleiter Michael Bartolf diese „über 30-jährige Schultradition“ als „etwas ganz Besonderes“ lobte.

Wie die Schüler so viel Geld eingenommen haben, zeigten Malena und Ole aus der 6b an einem Beispiel: Die Klasse hatte in Kartons „15 Minuten Weihnachten“ zusammengestellt – durch Töpfern, Basteln und Backen. So fanden sich in den Paketen selbst gebackene Stollen und Kakao. Hundert Kartons haben die Sechstklässler gepackt, und diese fanden für zehn Euro das Stück offenbar reißenden Absatz – und sind jetzt indirekt ein verspätetes Weihnachtsgeschenk für Kinder, die sich in mehr als 8000 Kilometer Entfernung über den OGT- Weihnachtsbasar freuen.

latz

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