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Ostholstein Siedlerverband diskutiert über Rücklagen
Lokales Ostholstein Siedlerverband diskutiert über Rücklagen
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20:16 22.04.2017
Kreisvorsitzender Bernd Heuer (l.) mit seinem neuen Stellvertreter Joachim „Fletcher“ Kaschner. Quelle: Foto: Hofmann

Die Kontroverse kündigte sich schon bei der Aussprache zum Bericht von Kassenwart Erik Stock an: Bei der Kreisversammlung des Verbandes Wohneigentum Ostholstein-Plön in Neustadt beklagten sich die Mitglieder der Siedlergemeinschaft „Siegfried Krüger“ aus Stockelsdorf über die ihrer Meinung nach zu hohen Rücklagen des Kreisverbandes. „Wir sehen nicht ein, wozu der Verband ein Mehrfaches seiner jährlichen Ausgaben angehäuft hat“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Helmut Betsch. Die Kassenprüfer monierten dies jedoch nicht und empfahlen eine Entlastung des Vorstandes. Nur die sieben Stockelsdorfer stimmten dagegen, die restlichen anwesenden 63 Mitglieder dafür.

Für das vergangene Jahr wurde mit Ausgaben in Höhe von 26800 Euro kalkuliert, von denen jedoch nur etwas über 12000 Euro abgerufen wurden. Nach Auskunft von Stock liege dies daran, dass die Mitglieder sich weniger stark an Projekten beteiligten als dies in der Vergangenheit der Fall war. Infolge dessen ist die Rücklage über die Jahre auf mittlerweile mehr als 42000 Euro gestiegen, rund 1500 kamen im vergangenen Jahr hinzu. Der Vorstand versprach, die zulässige Höhe bis zur nächsten Versammlung im kommenden Jahr zu prüfen.

Dem Haushaltsplan für 2017 wurde im Anschluss ohne Gegenstimme zugestimmt. Bei den Anträgen schlugen die Stockelsdorfer zur Reduzierung der Rücklage vor, der Kreisverband möge den erst im Januar von 36 auf 42 Euro im Jahr erhöhten Mitgliedsbeitrag erstatten. Rolf Riedel erklärte dazu, die Kreisversammlung könne dies nicht ändern, da der Verband nur eine Untergruppe des Landesverbandes sei.

Landesgeschäftsführer und Jurist Malte Ohl sagte indes, dass er die Rücklagen für gerechtfertigt halte.

Für Gesprächsstoff sorgte auch eine Aktion der Stockelsdorfer, dem Verbandsmagazin eigenverantwortlich einen selbst gedruckten Flyer gegen Straßenausbaubeiträge beizulegen, die gerade in ihrer Heimatgemeinde Thema sind. „Der war politisch nicht neutral“, sagte Landesgeschäftsführer Ohl, weshalb sich der Verband habe dagegen wenden müssen. Der Ortsvorsitzende Holger Hintz entschuldigte sich dafür, kündigte jedoch zugleich eine Demonstration der örtlichen Bürgerinitiative gegen die Beiträge für den kommenden Sonnabend an.

Kreisvorsitzender Bernd Heuer hatte einen Verlust von 58 Mitgliedern in den 38 Siedlergemeinschaften des Landesverbandes auf nunmehr noch 2853 Personen zu beklagen. Dieser Verlust sei jedoch geringer als anderswo im Land. „Wir müssen uns trotzdem noch stärker bemühen, neue Mitglieder zu werben.“

Joachim „Fletcher“ Kaschner wurde von der Versammlung einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Helmut Wieske und Egon Schönhoff wurden für ihre langjährige Vorstandsarbeit geehrt.

hof

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