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Ostholstein Skateranlage auf Fehmarn soll aufgewertet werden
Lokales Ostholstein Skateranlage auf Fehmarn soll aufgewertet werden
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20:10 27.06.2017
Auch Biker – wie Adrian Fleer (21, derzeit Wallnau) – oder Longboarder nutzen die Skateranlage. Quelle: Foto: Schwennsen
Burg a. F

Sie ist ein Dauerthema: die Skateranlage auf der Insel. Im Laufe der Jahre musste sie wiederholt den Standort wechseln, zuletzt von Burgtiefe in den Gahlendorfer Weg nach Burg. Für das neue Kinder- und Jugendparlament Fehmarn wird sie jetzt zur ersten großen Herausforderung.

Der jetzige Standort

Die Skateranlage steht in Burg im Gahlendorfer Weg (keine Absperrung, versteckt hinter dem Sportplatz der Inselschule). Abfahrt: Kreuzung Niendorfer Weg/Osterstraße.

Denn unbestritten ist: Um auch in Zukunft eine Attraktion vor allem für junge Menschen zu bleiben, muss sie dringend aufgewertet werden. Das betrifft erstens den Standort. Versteckt am Rande von Burg, wird hier immer wieder Vandalismus beklagt. Jugendpfleger Michael Likus berichtete von Gruppen, die sich dort aufhalten und Spuren der Zerstörung oder von Alkoholkonsum hinterlassen. Es ist kein neues Phänomen. Bereits vor Jahren haben sich die Politiker darüber beklagt.

Es gibt ein zweites gravierendes Problem. „Die Skateranlage ist eine ständige Baustelle“, beklagt Likus. Dabei galt sie vor wenigen Jahren noch als größte Mini-Ramp in Norddeutschland. Doch der Zahn der Zeit nagt an der Anlage. Betroffen ist vor allem das Holz als tragende Konstruktion. „Ein Fass ohne Boden“, weiß Likus. Erst vor drei Jahren musste die Anlage wegen einer Grundsanierung der Sohle gesperrt werden. Und schon wieder sei „Materialermüdung“ unübersehbar. Die Stadt hatte sich aus Kostengründen für diese Holz-Lösung entschieden. Inzwischen gibt es clevere Lösungen aus Beton.

Vorsitzender Jannis Osterkamp leitete die lebendige Debatte über eine Aufwertung der Anlage, in der auch der jetzige Standort infrage gestellt wurde. Aufgeben will sie aber niemand. Im Gegenteil:

„Heute hat jede kleine Stadt eine Skateranlage“, so Dennis Bolte.

Angemerkt wurde unter anderem, dass von einer neuen Top-Anlage sogar das Sport-Profil in der Oberstufe der Inselschule profitieren könnte. Und natürlich der Tourismus: Denn jugendliche Urlauber, die sich nicht für den Wassersport begeistern können, zeigen oft großes Interesse am Skaten, ebenso wie viel einheimische Kids vor allem außerhalb der Hauptsaison.

Gunnar Mehnert (WU) regte daher sogar eine Re-Finanzierung durch den TSF an. Likus hatte zuvor mögliche Investitionskosten zwischen 60 000 und 80 000 Euro ins Spiel gebracht: „Die Anlage könnte von Jahr zu Jahr wachsen.“ Im Gegenzug würden „horrende Verschleißkosten“ wegfallen.

Einstimmig wurde die Aufwertung durch das Kinder- und Jugendparlament befürwortet. Eine sechsköpfige AG soll das Projekt im Detail vorantreiben. Damit schließt sich der Kreis. Denn die Skateranlage war von Beginn an ein Beteiligungsprojekt für Jugendliche. Likus schmunzelnd: „Die Skater von damals sind heute aber schon 35 und 40 Jahre alt.“

Gerd-J. Schwennsen

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