Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein So haben die Ostholsteiner gewählt
Lokales Ostholstein So haben die Ostholsteiner gewählt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:47 08.05.2017
Eutin

Ostholstein ist wieder CDU-Land. Mit Tim Brockmann, Hartmut Hamerich und Peer Knöfler erreichte die CDU mühelos ihr Wahlziel, alle drei Wahlkreise direkt zu gewinnen. Von den entscheidenden Zweitstimmen holten die Christdemokraten 34,4 Prozent, die SPD musste sich mit 28,8 Prozent begnügen.
Noch deutlicher wird der Abstieg der SPD bei einem anderen Vergleich. Hatten die Sozialdemokraten vor fünf Jahren noch in knapp der Hälfte der Städte und Gemeinden im Kreis die Nase vorn, reichte es dieses Mal gerade noch für fünf: Damlos, Fehmarn, Göhl, Heiligenhafen und Süsel. In Beschendorf liegen CDU und SPD gleichauf. Das beste Zweitstimmen-Ergebnis holte die SPD in Heiligenhafen (37,6 Prozent), das schlechteste in Timmendorfer Strand (21,2 Prozent).
Die CDU toppte in sechs Kommunen die 40-Prozent-Marke: in Gremersdorf, Kabelhorst, Grube, Altenkrempe, Grömitz und Schönwalde. Federn lassen mussten die Christdemokraten dagegen in Dahme. Hier ging es bei den Zweitstimmen von 41,3 auf jetzt 37,8 Prozent. Das schlechteste Ergebnis fuhr die CDU mit 26,2 Prozent in Göhl ein.
Drittstärkste Kraft im Kreis ist die FDP mit 12,5 Prozent. Damit übertreffen die Liberalen noch das landesweite Ergebnis. Ihre Hochburgen liegen in den Badeorten mit Timmendorfer Strand (18,6 Prozent), Scharbeutz (15,9 Prozent), Grömitz (14,3 Prozent) und Dahme (14,1 Prozent) an der Spitze. Nicht ganz so üppig fielen die Ergebnisse für die Kubicki-Partei im Kreis-Norden aus.
Die Grünen holten 10,9 Prozent der Zweitstimmen im Kreis, sie blieben damit unter dem Landesdurchschnitt. Ihre Topergebnisse fuhren sie in den kleineren Gemeinden Beschendorf (16,3 Prozent), Heringsdorf (13,9 Prozent) und Kasseedorf (13,0 Prozent) ein. Aber auch das Ergebnis von Neustadt kann sich mit 12,5 Prozent sehen lassen. Ein schwieriges Pflaster für die Öko-Partei ist Dahme. Hier reichte es nur für 6,6 Prozent – das schlechteste Ergebnis im Kreis.
Die AfD liegt in Ostholstein mit 6,2 Prozent über ihrem Landesdurchschnitt. AfD-Hochburg im Kreis ist Dahme. Hier holte die Alternative für Deutschland 7,8 Prozent der Zweitstimmen. Dicht auf den Fersen gefolgt von Wangels (7,6) und Neukirchen  (7,2), aber auch Ratekau ragte mit 6,8 Prozent darüber heraus. In Malente entschieden sich 6,2 Prozent der Wähler mit der Zweitstimme für die AfD. In Altenkrempe (2,8 Prozent), Manhagen (3,5 Prozent) und Sieksdorf (3,7 Prozent) hatten die Wähler dagegen weniger mit der selbsternannten Alternative im Sinn.
Die Piraten, bei der Landtagswahl 2012 mit stolzen 8,2 Prozent in den Kieler Landtag eingezogen, schafften nur ein Ergebnis von 1,1 Prozent bei den Zweitstimmen. Am besten schnitten sie in Riepsdorf (3,9 Prozent), Harmsdorf (2,2 Prozent) und Manhagen (2,0 Prozent) ab. pet

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!