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Ostholstein So wird die „Hafenkante“ realisiert
Lokales Ostholstein So wird die „Hafenkante“ realisiert
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21:23 06.10.2017
Hier entsteht die „Hafenkante“: Der Heiligenhafener Kommunalhafen wird sich in den kommenden Jahren massiv verändern. Quelle: Foto: Peter Mantik
Heiligenhafen

Stadtrat Stephan Karschnick (CDU) hatte zuletzt wiederholt gesagt: „Die Umsetzung der ,Hafenkante’ erfolgt in einem Zeitfenster von zehn bis 15 Jahren. Was exakt passiert, wird hier am Tisch entschieden.“ Also im Rathaus und damit öffentlich. Die Kommunalpolitik hatte die 100-prozentige Tochter der Stadt, die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB), damit beauftragt, die Weiterentwicklung des Hafengebietes voranzubringen. In diesem Zuge hat es diverse Vorgespräche wie etwa mit betroffenen Anliegern wie Baltic Kölln, Rohde, Küstenfischer Nord und LEV gegeben. Auch wurden Grundstücke aus privater Hand erworben. Derzeit befindet sich ein Gesamtkonzept in der Entwicklungsphase. Sogar ein Architektenwettbewerb wird von den Politikern in Erwägung gezogen. Doch letzten Endes wird es sein, wie es Karschnick andeutet: Verschiedene Investoren – noch sind nicht alle bekannt – werden mit Teilprojekten auf die Politik zukommen.

Dann werde entschieden, was gewünscht und was unerwünscht sei. Karschnick: „Ob es ein Bürgerhaus, ein Seefahrts-Museum oder eine Brauerei geben wird, ist heute noch gar nicht klar.“ Bisher seien die Planungen noch sehr theoretisch. Frei nach dem Motto: Alles ist möglich, aber nichts muss.

Auch auffällig: Nach den schon realisierten Hotels an der Seebrücke, dem „Meereszeiten“ am Hafen oder „Marina Strand Resort“ lässt sich die Politik zeitlich nicht unter Druck setzen. Die Stadt soll durchatmen können.

Was die „Hafenkante“ betrifft, gibt es jedoch einen zentralen Partner, den man zufriedenzustellen wolle. Die LEV (Landwirtschaftler Ein- und Verkauf) würde kooperieren und räumlich weichen (LN berichteten), benötigt aber ihrerseits Planungssicherheit, damit ihr keine Nachteile entstehen. Jörg Kiel von der LEV sagt mit einem Augenzwinkern: „Ich gehe in sieben Jahren in Rente. Bis dahin muss das Thema vom Tisch sein.“ Die von der LEV gewünschten Rahmenbedingungen seien bekannt, der Ball liege bei den HVB und der Heiligenhafener Politik. Letztere hat gerade ein Entwicklungskonzept in der Stadtvertretung beschlossen. Schritt für Schritt zum Ziel.

Erste Ziele werden bereits sichtbar. Denn die neue Kleinfischerbrücke, die sich gerade im Bau befindet, ist ein erstes Mosaiksteinchen. Der geplante Museumshafen als Fortsetzung wird demnächst folgen. Die Heiligenhafener Zukunft unter dem Namen „Hafenkante“ hat also gewissermaßen bereits begonnen.

Weitere Infos auf www.hvbkg.de

 Von Peter Mantik

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