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Ostholstein Soll Plön Bosau mitverwalten oder lieber Ahrensbök?
Lokales Ostholstein Soll Plön Bosau mitverwalten oder lieber Ahrensbök?
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20:52 12.10.2017
Jürgen Storm (v. l.), Birgit Steingräber-Klinke und Elisabeth Schloz wurden als Schriftführer, Vorsitzende und Kassenwartin bestätigt. Die Beisitzer Rudi Schloz und Gerd Warder unterstützen sie. Quelle: Foto: Dirk Schneider
Bosau

Als zentrale kommunalpolitische Aufgabe für die kommenden Jahre bezeichnete Steingräber-Klinke die Fragen: „Was wird aus unserer Gemeinde, wenn wir 2019 den hauptamtlichen Bürgermeister verlieren? Wie bereiten wir uns auf die Nach-Mario-Schmidt-Zeit vor?“

Aktuell leitet der Bosauer Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos) als Geschäftsführer auch das Amt Großer Plöner See. Durch diese Personalunion konnte die Gemeinde trotz ihrer geringen Einwohnerzahl von rund 3300 Bürgern ihre Hauptamtlichkeit bewahren. Dieses Konstrukt endet mit Schmidts Ruhestand Ende März 2019.

Während der Amtsausschuss derzeit eine einfache Umstrukturierung mit Schaffung eines Leitenden Verwaltungsbeamten anstrebe, biete diese Situation die Gelegenheit, über größere Veränderungen nachzudenken. Beispielsweise sei es denkbar, dass die Stadt Plön in das Amt eintrete und die geschäftsführende Rolle der Gemeinde Bosau übernehme. „Stadt und Land hätten beide über 8000 Einwohner und stünden sich dann gleichberechtigt und in Augenhöhe gegenüber“, sagte Steingräber-Klinke.

Ein erstes Informationsgespräch mit dem Plöner Bürgermeister Lars Winter (SPD) habe es bereits gegeben. In diesem Zusammenhang berichtete die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn über Erfahrungen bei der „nahezu geräuschlosen Fusion“ der Ämter Schönwalde und Neustadt-Land vor 15 Jahren, die sie als Schönwalder Bürgermeisterin und Amtsleiterin mit ausgearbeitet habe. „Lars Winter war damals der Kämmerer des Amts Neustadt-Land und hat die Sache gut mit vorbereitet“, sagte Hagedorn.

Auf dem Tisch lägen auch Alternativen wie eine Verwaltung durch Ahrensbök, was den Charme hätte, wieder vollständig im Kreis Ostholstein beheimatet zu sein, erklärte Beate Müller-Behrens. Auch andere Varianten wie Verwaltungsgemeinschaften mit Eutin oder Plön sollten zumindest ernsthaft geprüft werden, waren sich alle Anwesenden einig.

Bei den Vorstandswahlen wurden sämtliche Amtsinhaber einstimmig wiedergewählt. Neben der Vorsitzenden Birgit Steingräber-Klinke steht Jürgen Storm als Stellvertreter und Schriftführer an der Ortsvereinsspitze. Kassenwartin bleibt Elisabeth Schloz, Rudi Schloz wurde als Beisitzer bestätigt. Neu in dem Gremium ist Beisitzer Gerd Warder.

dis

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