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Ostholstein Sorge um den Steinwarder
Lokales Ostholstein Sorge um den Steinwarder
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23:13 09.01.2017
Viel Sand, der am Hauptbadestrand verloren ging, wurde an der Seebrücke angespült und von Baggern zusammengeschoben. Quelle: Fotos: Mantik (3)

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. In Heiligenhafen hat die Schadensaufnahme nach dem Hochwasser begonnen. Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) fuhr gestern mit Experten des Ingenieurbüros „Wald & Kunath“ den Steinwarder ab, um die Schäden aufzunehmen. Bisher hatte Müller von einem Gesamtschaden in Höhe von 1,5 Million Euro gesprochen. Doch neben dem Sandverlust im Badestrandbereich ist wohl auch der Steinwarder-Damm als Verbindung zur Stadt eines der durch Sturmtief „Axel“ verursachten Sorgenkinder.

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Positive Nachricht: Bagger minimieren Sturmauswirkungen am Heiligenhafener Strand.

„Wir haben am Damm auf der Binnenseeseite ein Problem festgestellt. Dort wurde von der Ostsee Wasser an einer Stelle durchgedrückt“, erklärte Müller. Die Straße sei unterspült. Es müsse geklärt werden, wie der Schaden im Bauwerk behoben werden könne. Bürgermeister: „Wenn der Steinwarder-Damm als Zufahrt wegfällt, wäre der Bereich vom Festland abgeschnitten.“ Der Grund: Auf der anderen Seite ist die Elefantenbrücke ebenfalls eine Baustelle.

An der Seebrücke schob ein von den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) beauftragtes Unternehmen gestern mit einem Bagger Sand von der Wasserkante weg. HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel hatte diese Maßnahme umgehend angeordnet, „um den Schaden so weit wie möglich zu minimieren“. Denn in der Sturmnacht wurde in der kleinen Bucht vor dem „Beach Motel“ Sand angespült, der zuvor an anderer Stelle weggespült worden war. Nicht eingetreten ist dagegen die Befürchtung, dass der gesamte Hauptbadestrand ein Opfer der stürmischen See werden würde. Zwar seien an den Dünen die Folgen des Sturmes offenkundig, doch gerade im Seebrückenbereich sehe es besser aus als befürchtet.

Eine Kontroverse gibt es bezüglich des aufgespülten Sandes aus Dänemark am Hauptbadestrand (Kosten: 732000 Euro). Dieser wurde am Strand gelagert, um im Frühjahr an den Testbuhnenfeldern verteilt zu werden. Doch Tiefdruckgebiet „Axel“ spülte einen beträchtlichen Teil dieses dänischen Sandes in die See. Bürgermeister Müller hat diesbezüglich Kritik an den HVB geäußert: „Man hätte diesen Sand nie am Strand lagern dürfen.“ HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel entgegnet, dass der Vorgang mit der Stadt abgestimmt worden sei. Das wiederum lässt Müller nicht stehen, er sagt: „Wir wussten nur von der Sandaufspülung am Strand, nicht aber vom Standort der Lagerung.“ Das Thema dürfte ebenso von der Politik weiterverfolgt werden wie die Maßnahmen, die für den Küstenschutz nun ergriffen werden müssen. Müller betont, dass Heiligenhafen mit Blick auf die Sturmschäden auf Unterstützung vom Land hoffe, „denn das nächste Hochwasser kommt.“

Derweil wird im Internet eine Diskussion über die Frage geführt, ob sich die beiden Testbuhnenfelder in Heiligenhafen positiv auswirken. Hier prallen die beiden regionalen Experten Olaf Eggers („läuft super“) und Kritiker Niclas Boldt mit ihren Lagern aufeinander.

 Peter Mantik

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