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Ostholstein Spaßige Auszeit für Feuerwehrjugend und Minister
Lokales Ostholstein Spaßige Auszeit für Feuerwehrjugend und Minister
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23:45 24.09.2016
Erinnerungsfoto aus der Park-Attraktion „Kärnan“: Während Hansa-Park-Chef Christoph Andreas Leicht (links) am Fotopunkt lässig die Finger zum Victory-Zeichen kreuzte, stand Minister Stefan Studt (rechts) die Anspannung noch ins Gesicht geschrieben.
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Sierksdorf

Anlässlich des elften Aktionstages der Jugendfeuerwehren im Sierksdorfer Hansa-Park hat sich Innenminister Stefan Studt (SPD) mit den Feuerwehrwarten des Landes zu einem Frühstück im „Fischers Hus“ getroffen. Thema war unter anderem die Integration junger Flüchtlinge. Die eingeladenen 4500 Mitglieder der 433 Jugendwehren in Schleswig-Holstein hatten unterdessen Gelegenheit, den Freizeitpark selbst unsicher zu machen, von der neuen Mega-Achterbahn „Kärnan“ bis hin zur Wildwasserfahrt.

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Erinnerungsfoto aus der Park-Attraktion „Kärnan“: Während Hansa-Park-Chef Christoph Andreas Leicht (links) am Fotopunkt lässig die Finger zum Victory-Zeichen kreuzte, stand Minister Stefan Studt (rechts) die Anspannung noch ins Gesicht geschrieben.

„Viele Flüchtlinge dürfen noch nicht arbeiten, wollen sich aber in der Gesell- schaft nützlich machen. Da sind sie bei uns in der Feuerwehr genau richtig.“Volker Arp, Geschäftsführer Landesfeuerwehrverband

„Die Feuerwehr hat auch einen gesellschaftlichen Auftrag“, betonte Landes-Jugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne. Deswegen gebe es auch bei der Feuerwehr Sprachkurse. Viele Flüchtlinge seien erst ein Jahr hier und würden schon nach Verantwortung streben. Wichtig sei auch, dass Flüchtlinge in Deutschland „keine Angst vor Uniformen“ haben müssten, wie sie dies teilweise aus ihren Heimatländern gewohnt seien. „Das sind bei uns die Guten“, sagte Innenminister Studt. Flüchtlinge müssten auch in den ländlichen Regionen als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden, so der SPD-Politiker.

Volker Arp, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, knüpfte daran die Hoffnung, Nachwuchssorgen in den eigenen Reihen zu verringern. Außerdem: „Wer zurückkehrt, nimmt hoffentlich ein Stück von unserem Demokratieverständnis mit in die alte Heimat“. Er zeigte sich begeistert von dem Willen der Flüchtlinge, etwas zurückzugeben. „Viele dürfen noch nicht arbeiten, wollen sich aber in der Gesellschaft nützlich machen. Da sind sie bei uns genau richtig.“

Im Anschluss an das Gespräch mischte sich der Minister selbst unter die Gäste, brachte seine Sicherheitsleute ins Schwitzen, als er die Achterbahn „Schwur des Kärnan“ selbst ausprobieren wollte.

Claudia Leicht, Kommunikationsleiterin des Hansa-Parks, riet: „Wer vor der Bahn ,Respekt’ hat, sollte die Augen auflassen“. Der Streckenverlauf ließe sich so besser abschätzen. Während der Minister und einige mutige Feuerwehrleute die Achterbahn bestiegen, machte die Nachricht vor der Bahn schnell die Runde. Einige der vorbeikommenden Betreuer konnten es kaum erwarten, den Minister in der Achterbahn zu sehen. „Sonst sitzen immer meine Kinder vorne“, sagte dieser noch etwas durchgeschüttelt hinterher. Hansa-Park-Chef Christoph Andreas Leicht blieb unterdessen absolut cool, hatte auf einem Schnappschuss der Bahnkamera die Finger zum Victory-Zeichen gekreuzt.

Die jungen Ehrengäste des Tages bekamen indes von der Gesprächsrunde und dem Minister wenig mit. „Für uns steht der Spaß imVordergrund“, wie Fabian Gregori (16) von der Jugendfeuerwehr Flensburg bekannte. Thorolf Wellmer nutzte die Gelegenheit und sprach Studt im Vorbeigehen direkt an. „Ich wollte mich für seine gute Arbeit bedanken“, so der Jugendwart der Hohwachter Wehr – vermutlich Balsam für die Seele des Politikers, der zuletzt durch die Festnahme dreier Terrorverdächtiger in Stormarn und die Skandale um die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin mehrere Krisenherde gleichzeitig zu behandeln hatte. In der Achterbahn konnte er die Sorgen daran mit Sicherheit für ein paar Minuten vergessen.

Marc R. Hofmann

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