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Ostholstein Specht: Die Bahn hat „ die Katzen aus dem Sack gelassen“
Lokales Ostholstein Specht: Die Bahn hat „ die Katzen aus dem Sack gelassen“
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00:00 06.01.2013
Die Brücke trägt nicht.“Hartmut Specht
Fehmarn

Hartmut Specht ist verschnupft. „Zwei Katzen als Weihnachts- und Neujahrsgeschenk“ habe die Bahn für die Fehmaraner und Großenbroder aus dem Sack gelassen. „Oder hat Bundesverkehrsminister Ramsauer für die feste Verschnürung gesorgt?“ fragt sich der FWG-Kreistagsabgeordnete von der Insel, der auch Initiator und Sprecher der „BI Zukunftsbahnhof“ ist.

„Kätzchen Nummer 1“ stehe für das Märchen von der jahrelang beschworenen Tragfähigkeit der fast 50 Jahre alten Sundbrücke. Die Gutachter hätten nunmehr klar bestätigt: Die Brücke halte „XXL-Güterzügen von 840 Meter Länge“ gar nicht stand. Spechts Reaktion: Die Anlieger sollten jetzt möglichst viele Erinnerungsfotos vom „Kleiderbügel“ schießen und die Forderungen aus der Region zum Aussehen einer neuen und sturmsicheren Zukunftsbrücke einbringen.

„Kätzchen Nummer 2“ bestätige die Befürchtungen der fehmarnschen „BI Zukunftsbahnhof“ von 2010: Wie DB—Projektleiter Bernd Homfeldt im Dezember auf einer Bahn-Veranstaltung in Bad Schwartau auf Nachfrage von Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt betonte, wird es beim viergleisigen Ausbau der Bahntrasse auf Fehmarn keinen Haltepunkt an der E 47 in Höhe Amalienhof geben. Dabei gehöre ein künftiger „Fehmarnbahnhof“ nach BI-Sicht dort aber hin, wenn nach Eröffnung des Belttunnels 2021 der Bahnhof in Puttgarden wegfalle.

Bis dahin müsste der Westumgehungsring den direkten verkehrlichen Anschluss von Burgstaaken und Burgtiefe garantieren — und der „Großstadtstau“ vor Burg hoffentlich Geschichte sein. Ohne Bahnhalt an der Trasse werde aber die Insel vom Fernverkehr — Regionalexpress, Dänenzüge, IC oder ICE — abgehängt. Die BI hat daher den Regionalbahnhof Burg bekämpft.

„Kätzchen Nummer 3“ stecke noch — so Specht — verschnürt im Sack. Kiel beklage zwar die enorme Lärmbelastung Großenbrodes, doch könnte „aus Kulanzgründen“ am Ende auf den Fledermausschutz verzichtet werden. Ein Hoffnungsschimmer: Kommt eine neue Sundbrücke mit neuer Anbindung, werde der Wunsch Großenbrodes, dass die künftige Bahntrasse für „Gigalinerzüge“ an die E 47 verlegt wird, vielleicht doch noch erfüllt.

gjs

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