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Ostholstein Special Olympics: Dreimal Gold für den Kastanienhof Oldenburg
Lokales Ostholstein Special Olympics: Dreimal Gold für den Kastanienhof Oldenburg
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20:36 28.05.2018
So sehen Sieger aus: Die Fußballer des Kastanienhofs und Schwimmerin Natalie haben bei den Special Olympics in Kiel Gold gewonnen. Quelle: Foto: Hfr
Oldenburg/Kiel

Eine Woche lang haben sich die 16 Oldenburger Schüler in der Landeshauptstadt mit Gleichaltrigen aus ganz Deutschland gemessen (die LN berichteten). Am Ende sicherte sich nicht nur die Fußballmannschaft des Kastanienhofs den obersten Platz auf dem Treppchen: Schwimmerin Natalie (16) durfte gleich zwei Mal Gold mit nach Hause nehmen – für die schnellsten Zeiten über 50 und 100

Riesen-Erfolg für die Oldenburger Schüler vom Kastanienhof bei den Special Olympics: Drei Goldmedaillen haben die Nachwuchstalente bei den nationalen Spielen für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in Kiel geholt. Jetzt werden die Sportler an ihrer Schule gefeiert.

Weltspiele in Abu Dhabi

Nach den nationalen Special Olympics in Kiel folgen im kommenden Jahr die weltweiten Sommerspiele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Sie finden statt vom 14. bis zum 21. März 2019.

Aus Deutschland werden etwa 160 Athleten und 50 Trainer vertreten sein.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.specialolympics.de.

Meter Freistil.

Auf eine Medaille im Fußball- Wettbewerb habe er schon gehofft, sagt Torwart und Schulsprecher Julian (15). Dass es direkt die goldene werde, damit habe er allerdings nicht gerechnet.

Umso größer ist nun die Freude über den Dreifach-Erfolg der Schule. Auch bei den Schülern, die nicht selbst angetreten sind: Mit selbst gestalteten Plakaten sind sie ebenfalls nach Kiel gereist, um ihre Klassenkameraden anzufeuern.

Auch die Athleten selbst haben keinen Wettkampf ihrer Mitschüler verpasst. Die Fußballer haben in der Schwimmhalle mitgefiebert, Natalie am Rande des Fußballfeldes. „Das war ein großartiges Miteinander“, berichtet Lehrer Bodo Wentorp, der die Teilnahme an den Special Olympics initiiert hat.

Und das nicht nur innerhalb des eigenen Teams, sondern auch mit der „Konkurrenz“: Unter den Sportlern seien viele neue Freundschaften entstanden und auch auf dem Platz sei es stets fair zugegangen. Bei einem Sprint-Wettbewerb habe ein Läufer sogar einem anderen aufgeholfen, als dieser gestürzt sei, und dann seien beide gemeinsam ins Ziel einmarschiert, erzählt Wentorp gerührt.

„Diese Szene beschreibt ganz gut den Charakter der ganzen Veranstaltung“, stellt er fest.

Für Schüler und Lehrer gleichermaßen sei die Woche in Kiel eine unvergessliche Erfahrung gewesen, so Wentorp. „Wir sind immer noch dabei, die ganzen Eindrücke zu verarbeiten“, sagt er, „wir wurden komplett überrollt – aber im positiven Sinne.“

Am Kastanienhof ist der Erfolg bei den Special Olympics auch zehn Tage nach dem Ende der Veranstaltung noch eines der wichtigsten Gesprächsthemen. Für die Sportler gab es jetzt auch in Oldenburg noch einmal eine Feierstunde. Für Julian steht fest, dass es für ihn nicht die letzte Teilnahme gewesen sein soll: „Ich möchte auf jeden Fall nochmal antreten.“

Jennifer Binder

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