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Ostholstein Spektakuläre Rettungsübung im Niendorfer Hafen
Lokales Ostholstein Spektakuläre Rettungsübung im Niendorfer Hafen
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16:54 04.10.2017
Schaulustige zückten ihre Smartphone-Kameras, als die „Havarierten“ unter lauten Hilferufen ins Hafenbecken sprangen. Quelle: Fotos: Janke-Hansen
Niendorf

Drei Monate vorbereiten, planen, organisieren. Erfahrene Einsatzkräfte, die das Geschehen beobachteten, waren sich am Ende eines langen Wochenendes einig: dies sei eine logistische Meisterleitung von Jugendwart Mirco Babin und seinem Team gewesen; verbunden mit einer großen Verantwortung. Der Nachwuchs – insgesamt mehr als 80 Jugendliche der unterschiedlichen Organisationen und befreundeter Wehren – musste sich von Sonnabend 10 Uhr bis Sonntag 16.30 Uhr zahlreichen Herausforderungen in Theorie und Praxis stellen. Neben der Simulation eines brennenden Schulgebäudes an der GGS-Strand in Timmendorfer Strand, einer Vermissten-Suche auf der Ostsee und einem Verkehrsunfall mit fünf Verletzten war es vor allem die Übung im Niendorfer Hafen, die Schaulustige anzog.

Das Ostseebad war am Wochenende um eine Attraktion reicher: der 24-Stunden-Dienst der Jugendfeuerwehr aus Timmendorfer Strand mit spektakulärem Rettungseinsatz im Niendorfer Hafen ließ die Touristen ihre Handy-Kameras zücken. Nachwuchskräfte von Feuerwehr und Maltesern, unterstützt von der DGzRS, legten eine Übung nach Maß hin.

Vielfältige Unterstützung

Das Team um Mirco Babin dankt für die Hilfe der Ortswehren, der Timmendorfer Malteserjugend, des Malteserhilfsdienstes Hamburg, der Seenotretter-Station Travemünde, der Kameraden aus Scharbeutz, des Brandschutzerziehers und dankt dem Team von Stephan Muuss für die Verpflegung.

Laut Einsatz-Szenario war auf einem Kutter ein Feuer ausgebrochen, fünf Menschen retteten sich vor den Flammen mit einem Sprung ins Hafenbecken. Es mussten also nicht nur Verunglückte aus lebensgefährlicher Situation befreit und versorgt, sondern gleichzeitig der Brand bekämpft werden. Einsatzleiter im Hafen war der 16-Jährige Lukas Treder: „Es ist meine erste Übung als Einsatzleiter.

Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, hoffentlich klappt alles.“ Tat es. Großes Interesse der Urlauber zogen die Überlebensanzüge auf sich. Sie lagen am Hafenbecken für die „Havarie-Opfer“ bereit, die ins Wasser springen sollten. Der Übungseinsatz verzögerte sich, „die Darsteller kommen etwas später“. Doch dann lief alles wie am Schnürchen. Steffen Frank von der Niendorfer Feuerwehr stand am Ruder des Kutters „Lümmel“, als die Rauchkartuschen das Schiff in dichte Schwaden hüllten. Zusätzlich erschwert wurde die Übung durch lebhaften Bootsverkehr von Seglern und Fahrgastschiffen.

Unterstützung gab’s vom schnellen Einsatzboot „Heinrich“ der Niendorfer Wehr, mit dem die Havarierten zunächst aus dem Wasser gezogen und dann an die Besatzung des Seenotkreuzers übergeben wurden.

Die Malteser Jugend versorgte die Verletzten.

 jhw

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