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Ostholstein Sportlich: Integration im SV Fehmarn
Lokales Ostholstein Sportlich: Integration im SV Fehmarn
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22:49 26.05.2018
Gemischte Volleyballgruppe in Burg: Sebastian Reiter (links) und Stefan Schäfer (2. von links) besuchten das Training. Quelle: Fotos: Schwennsen
Burg a. F

„Denn die Flüchtlinge sind noch immer da und leben mitten unter uns – mit all ihren Ängsten und Sorgen“, erklärt Witt. Sie versucht, Frauen und Männer mit Migrationshintergrund für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Zum Beispiel beim Volleyball in der Burger Zweifeld-Halle: Hier spielen Flüchtlinge, die auf der Insel leben, und Fehmaraner miteinander. Mit sportlichem Ehrgeiz, aber ohne erhöhten Leistungsdruck.

 

„Die Flüchtlinge leben mitten unter uns.“Nadine Witt

Dabei nutzt der SV Fehmarn Nadine Witts Erfahrungen und gute Kontakte, die sie bei den Schwimmkurs-Angeboten für Flüchtlinge gesammelt hat, als sie noch für die Stadt tätig war (die LN berichteten).

Stefan Schäfer, stellvertretender Vorsitzender beim SV Fehmarn: „Wir öffnen den größten Inselsportverein gerne für die Flüchtlinge. Wenn andere Vereine mitmachen, würden wir uns freuen.“

Gefördert werden die meisten Integrationslotsen bereits seit zwei Jahren durch den Landesportverband Schleswig-Holstein (LSV). Aktuell erhalten 37 eine Förderung durch den LSV, so Sebastian Reiter, Referent für „Integration durch Sport“. Dafür fließen Mittel von Bund und Land. Im Februar 2017 wurde das Projekt „Integrationslotsen im Sport“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zum „Projekt des Monats“ gewählt. Ziel der Integrationslotsen sei es, Flüchtlinge, Migranten sowie sozial benachteiligte Menschen in die Sportvereine einzubinden. Reiter: „Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“

Zum Beispiel beim Volleyball des SV Fehmarn: Unter der Leitung von Drews Wilder geht es dabei nicht nur um das Erlernen von Techniken und Spieldisziplin, sondern auch um den Spaßfaktor. Ganz besonders beim Beach-Volleyball: „Hier kommen die Flüchtlinge raus an die frische Luft zum Kräftemessen in der freien Natur bei Wind, Sonne, Meeresrauschen und feinem Sandstrand unter den nackten Füßen“, so Wilder. Ein schöner Erfolg: Vier Dreier-Gruppen mit zwölf Spielern aus fünf verschiedenen Heimatländern nahmen kürzlich am „Damper Beachcup“ mit 80 Mannschaften teil.

Mehr Infos: www.lsv-sh.de

 Von Gerd-J. Schwennsen

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