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Sportverband will mehr Anerkennung für Helfer

Lensahn Sportverband will mehr Anerkennung für Helfer

„Fahrplan“ für 2016 vorgestellt — Auszeichnung für Ehrenamtler im Gespräch — Sportstätten-Kataster in Arbeit.

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KSV-Vorsitzender Rolf Röhling (r.), sein Stellvertreter Götz Haß (l.) und Geschäftsführer Wolfgang Ruge in der Geschäftsstelle in Lensahn.

Quelle: Binder

Lensahn. Die Jugend macht es schon, jetzt wollen die Erwachsenen nachziehen: Der Kreissportverband (KSV) erwägt eine Auszeichnung von Ehrenamtlern nach dem Vorbild der Sportjugend.

Letztere hatte im vergangenen Jahr erstmals junge Freiwillige für ihr Engagement geehrt (die LN berichteten). Es müsse ein Weg gefunden werden, insbesondere auch Helfern zu danken, die im Hintergrund agierten, forderte KSV-Vorsitzender Rolf Röhling, als er jetzt in der Lensahner Geschäftsstelle eine Bilanz für das Jahr 2015 zog und den groben „Fahrplan“ für 2016 vorstellte. Wer mit Kreide Spielfeldbegrenzungen zeichne, trete selten offen in Erscheinung — sei jedoch „unwahrscheinlich wichtig“, betonte Röhling. Sein Stellvertreter Götz Haß schlug in die gleiche Kerbe: Er könne sich gut vorstellen, das Modell der Sportjugend auch für die Erwachsenen zu übernehmen. Am Wochenende will der Vorstand in einer Sitzung über das Thema beraten.

Kataster für Sportstätten in Arbeit

Ein Thema, was den Verband im aktuellen Jahr maßgeblich beschäftigen wird, ist das geplante Kataster aller Sportstätten im Kreis (die LN berichteten). Mittlerweile wurde laut KSV-Geschäftsführer Wolfgang Ruge Sportvereinen und Kommunen ein Fragenkatalog geschickt. Ziel ist es, eine Übersicht über den Zustand der Anlagen zu erstellen. „Der Sport hat eine herausragende Funktion in unserer Gesellschaft und deshalb dürfen die Sportstätten nicht verfallen“, betonte Vorsitzender Röhling. Dringende Renovierungsarbeiten müssten schnellstmöglich angeschoben werden. Um diese Forderung mit Argumenten untermauern zu können, brauche man jedoch zunächst einmal belegbare Daten, erläuterte Götz Haß.

Bis März werden alle Antworten der zuständigen Sportstätten-Betreiber erwartet, dann sollen sie ausgewertet und eine Art Prioritätenliste erstellt werden. Einer ersten Einschätzung zufolge „gehen wir davon aus, dass die von Vereinen betriebenen Anlagen besser in Schuss sind als diejenigen in öffentlicher Hand“, sagt Vorsitzender Röhling. Darauf ließen die Antworten schließen, die bereits beim KSV eingegangen sind. Insgesamt rechne er jedoch mit einem erheblichen Investitionsstau. Auf Landesebene sei bereits ein Kataster erstellt worden: Danach seien für die Renovierung der Sportstätten in Schleswig-Holstein knapp 60 Millionen Euro erforderlich.

Integration im Verein

„Beim Sport klappt die Verständigung auch ohne Worte“, sind sich die Vertreter des Sportverbandes einig. Mit Blick auf den Flüchtlingsstrom sei die Rolle von Sportvereinen insofern wichtiger denn je.

Diverse Vereine in Ostholstein hätten schon Asylbewerber in ihren Reihen aufgenommen — zum Teil beitragsfrei, zum Teil über Zuschüsse aus einem Hilfsfonds. So wichtig diese Aufgabe sei, so wichtig sei es für die Vereine aber auch, sich über die rechtlichen Hintergründe zu informieren, mahnt Geschäftsführer Ruge. Der KSV gebe bei Bedarf gerne Auskünfte. Der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) habe zudem eine Broschüre zum Thema herausgebracht (Kosten: 9,80 Euro). Mehr im Internet unter www.fuehrungsakademie.de.

Finanziell gut aufgestellt
195 Sportvereine in Ostholstein mit insgesamt knapp 60000 Mitgliedern sind unter dem Dach des Kreissportverbandes organisiert.
Im Haushaltsjahr 2015 stehen Einnahmen von rund 420000 Euro Ausgaben von etwa 370000 Euro gegenüber. Laut Geschäftsführer Wolfgang Ruge steht der KSV finanziell gut da — das sei aber nur dank der Zuschüsse vom Kreis und von der Sparkasse möglich.

Jennifer Binder

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