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Ostholstein „Sprach-Kita“ Kastanienhof bekommt Fördermittel vom Bund
Lokales Ostholstein „Sprach-Kita“ Kastanienhof bekommt Fördermittel vom Bund
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20:17 01.03.2016

Der Integrative Kindergarten Kastanienhof in Oldenburg darf sich über zusätzliche Fördermittel des Bundes freuen. 25000 Euro jährlich sollen im Rahmen des Programms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fließen. Als erste Kita in Ostholstein erhielt die Einrichtung jetzt den Zuschlag; bei vier weiteren Kitas im Kreis läuft noch das Antragsverfahren.

Das Förderprogramm soll bis 2019 laufen und die sprachliche Bildung in Kitas unterstützen. Im Kastanienhof ist dieser Aspekt längst ein Schwerpunkt: Aus rund 1200 Büchern können die Kinder im Lesezimmer wählen, eine Sprachheilpädagogin ist regelmäßig im Haus, genauso wie eine Seniorin, die nachmittags zum Vorlesen vorbeischaut, und im Rahmen des aktuellen Jahresthemas werden sogar dänische Vokabeln gelernt.

Mit Blick auf die gestiegenen Flüchtlingszahlen habe die sprachliche Komponente zudem noch einmal an Bedeutung gewonnen, sagt Kita-Leiterin Marita Wollenweber. In der Nachmittagsgruppe liege der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund mittlerweile bei 80 Prozent — gerade dort sei eine gezielte Förderung unerlässlich. Das Ziel sei es, dass die Kinder sich schon gut auf Deutsch verständigen könnten, wenn sie in die Schule kämen, pflichtet Thomas Bauer vom Paritätischen als Träger des Kastanienhofs bei.

Sprach-Fachkraft Anita Albrecht bestätigt, dass der Schwerpunkt ihrer Arbeit momentan bei den Flüchtlingskindern liege. Ebenfalls hoch sei der Bedarf bei den Unter-Dreijährigen. Neben ihrer Arbeit mit den Kindern organisiert Albrecht zudem Aktionen für die Mütter von Flüchtlingskindern: „Wir haben zum Beispiel schon zusammen gekocht, haben einen Spielnachmittag veranstaltet oder haben uns gemeinsam die Bücherei und ihre Angebote angesehen“, erzählt die Fachfrau.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn lobte das Konzept der Kita, als sie sich jetzt vor Ort persönlich ein Bild davon machte. Insgesamt werden etwa 90 Kinder mit und ohne Behinderung in der Einrichtung betreut. Die Gruppenstruktur ist offen ausgerichtet, sodass die Kinder nach eigenem Belieben zwischen Angeboten und Betreuern hin und her wechseln können. „Der große Vorteil an diesem Konzept ist, dass nicht nur jeder Erzieher jedes Kind kennt und umgekehrt“, sagt Leiterin Wollenweber, „sondern sich auch alle Kinder untereinander kennen.“

jen

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