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Ostholstein Staakensweg soll beruhigt werden
Lokales Ostholstein Staakensweg soll beruhigt werden
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20:27 06.08.2015
Der schnurgerade Staakensweg in Burg verführt zum Rasen, obwohl nur Tempo 30 erlaubt ist. Jetzt soll gehandelt werden. Quelle: Kirchner

Der schwere Unfall vor einigen Wochen, bei dem mehrere Personen verletzt wurden — ein kleiner Junge sogar lebensgefährlich (die LN berichteten) — hat wieder einmal gezeigt: Der Staakensweg in Burg ist eine gefährliche Rennstrecke. Wegen ihres schnurgeraden Verlaufs verführt sie Autofahrer zum Rasen, obwohl hier wegen des unebenen Kopfsteinpflasters nur 30 Stundenkilometer erlaubt sind und stellenweise zusätzlich Überholverbot herrscht. Bei Regen bilden sich so große Pfützen, dass sie von Autofahrern kaum noch umfahren werden können und mancher Fußgänger schon eine unfreiwillige „Dusche“ abbekommen hat.

Anlieger Siegfried Göller, vor dessen Haus sich der Unfall damals ereignete, weiß ein Lied von den Problemen zu singen. Gerade nachts, wenn „freie Bahn“ herrsche, werde hier gerast, was das Zeug hält. „Die Reifen verursachen auf dem Kopfsteinpflaster dann solchen Lärm, dass wir aus dem Schlaf schrecken, insbesondere im Sommer, wenn wir bei offenem Fenster schlafen“, berichtet Göller. Bei der Stadt Fehmarn hat er bereits eine entsprechende Eingabe gemacht.

In der Einwohnerfragestunde des Hauptausschusses brachte Göller das Problem jetzt erneut zur Sprache. Dabei zeigte sich, dass das Thema durchaus nicht neu ist: Bereits in der Stadtvertretersitzung vom 13. Dezember 2001 gab es eine Tischvorlage zum Zustand des Staakensweges. Mit 17 Ja- und zwei Nein-Stimmen wurde damals beschlossen, rund 100000 Euro für Ausbesserungsarbeiten bereitzustellen.

Bis heute — 14 Jahre danach — ist jedoch nichts geschehen. Die Ausschussmitglieder aus der damaligen Zeit erinnerten sich: Kurz vor der Gemeindefusion auf Fehmarn im Jahre 2003 sei noch beschlossen worden, dass das neue Gremium sich eingehend mit dem Problem Staakensweg befassen solle. Auch dies wurde nicht eingehalten. „Das war lange vor meiner Zeit“, konnte Bürgermeister Jörg Weber (SPD), erst seit einem Vierteljahr im Amt, seine Hände in Unschuld waschen.

Die Vorschläge des Anliegers Siegfried Göller gehen dahin, in einer Schnellmaßnahme erst einmal Schilder aufzustellen wie „Achtung, Radarkontrollen“, um die Autofahrer zum Einhalten der Tempo- 30-Vorgabe zu bringen. Die Stadt will sich jetzt verstärkt mit dem Thema befassen.

mk

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