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Ostholstein Staatssekretär besucht Digitale Modellschule mit neuen Räumen
Lokales Ostholstein Staatssekretär besucht Digitale Modellschule mit neuen Räumen
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22:16 01.10.2016
Bürgermeister Volker Owerien (v. l.), Schulleiter Peter Schultalbers und Staatssekretär Dirk Loßack probieren sich im Technikraum aus. Quelle: Zill

Spontan griff sich Dirk Loßack im neuen Musikraum eine Gitarre und klimperte einige schräge Melodien auf dem Instrument. Der Staatssekretär des Landesministeriums für Schule und Berufsbildung besuchte die Grund- und Gemeinschaftsschule Pönitz. Grund des Ortstermins: die Einrichtung zählt zu den 20 ausgewählten Digitalen Modellschulen in Schleswig-Holstein. Dafür gab es als Auszeichnung 15 000 Euro.

„Digitale Medien müssen den Lernprozess verbessern.“ Dirk Loßack, Staatssekretär im

Ministerium für Schule und Berufsbildung

Digitale Medien werden von den 655 Schülern in Pönitz wirksam eingesetzt. „Ohne digitale Medien ist es gar nicht mehr vorstellbar“, sagte Loßack. Vor allem im Musikunterricht kommen inzwischen Tablets, interaktive Displays und multimediale Software zum Einsatz. So können die Schüler mit Musiklehrer Jan-Taken de Vries neue Formen der musikalischen Gestaltung erleben. Davon konnte sich Loßack selbst bei einem Unterrichtsbesuch überzeugen. In einer anschließenden Gesprächsrunde mit der Schülervertretung, Lehrern, und unter anderem dem Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, Volker Owerien, Schulleiter Peter Schultalbers sowie Schulrat Manfred Meyer gab Dirk Loßack zu: „Mein Musikunterricht war eher lahm.“ Deshalb fände er es großartig, dass Schüler nun auch sogar selbst Musik produzieren können. Auch in den anderen Fachschaften wie in Informatik und Mathematik werden beispielsweise Activ-Boards und Programmsysteme eingesetzt. Die neue Medienklasse ist mit iPads ausgestattet, auf denen sie Mathe-Programme und Präsentationen anwenden können. Im nächsten Jahr sollen weitere Klassen mit iPads arbeiten.

„Digitale Medien müssen den Lernprozess verbessern“, sagte der Staatsekretär, der auch vor den Gefahren warnte. „Datenschutz ist ein großes Thema“, sagte Loßack. Mobbing und Bashing in den sozialen Netzwerken finde er sehr problematisch. Er riet den Zuhörern deshalb zu einem sensiblen Daten-Umgang.

Am Nachmittag wurde dann die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts im Anbau mit einem Schulfest gefeiert. Für die neuen Fachräume wurden 2,86 Millionen investiert, insgesamt wurden schon 6,86 Millionen Euro für den Ausbau ausgegeben. „Die Anforderungen ändern sich ständig. Deshalb müssen die Räumlichkeiten auch dementsprechend mitwachsen“, erklärte Volker Owerien. Nun gibt es drei neue Räume für die Naturwissenschaften, ein Informatikraum, zwei Kunst- sowie zwei Technikräume. Auch neu ausgestattet ist der Musikraum, in dem Loßack nach seinem Ständchen schnell die Gitarre wieder in die Ecke stellte. „Gut, dass das die Schüler nicht gehört haben“, sagte der Staatssekretär und lächelte.

Beke Zill

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