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Ostholstein Stadt Fehmarn: Fördermittel von Bund und Land bleiben aus
Lokales Ostholstein Stadt Fehmarn: Fördermittel von Bund und Land bleiben aus
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21:10 13.08.2015
Sommerstau bei Amalienhof — schon jetzt ist das vor Burg häufig Realität. Fehmarn fordert daher von Bund und Land eine Ertüchtigung der Infrastruktur, bevor der Bau der Belt-Megaprojekte startet. Quelle: Schwennsen
Fehmarn

Lange Staus vor Burg gibt es schon jetzt immer wieder. Vor allem in der Hauptsaison, wenn der Strandtag wetterbedingt ausfällt und Shopping angesagt ist. Oder mittwochs, wenn der Wochenmarkt Einheimische wie Touristen in die Alltstadt lockt. Im schlimmsten Fall reicht die Blechlawine bis nach Landkirchen oder zur Sundbrücke zurück — oder gar darüber hinaus. Auch die K 43 ist stark betroffen.

Empfindlich reagieren daher Fehmarns Kommunalpolitiker, wenn ihre verkehrspolitischen Forderungen bei Bund, Land oder Kreis kein Gehör finden. Der neue Bürgermeister Jörg Weber (SPD) hat jetzt einen dreiseitigen Brief an Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) geschickt. Eine Kopie ist zeitgleich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zugegangen.

Im Kern pocht die Stadt Fehmarn auf eine Ertüchtigung der Verkehrs-Infrastruktur. Sie wird gefordert, bevor mit dem Bau von Belt- und Sundquerung sowie dem Ausbau der B 207 und der Bahntrasse begonnen wird. Der deutliche Tenor von Weber: Mit Blick auf die Beeinträchtigungen durch die geplanten „Mega-Verkehrs-Projekte“ müsse es das Ziel sein, diese so weit wie möglich zu minimieren und „auf ein erträgliches Maß abzufedern“. Tatsächlich tauche die Stadt Fehmarn aber auf keiner Prioritätenliste von Bund oder Land an erster Stelle auf. Seit Jahren geplante Infrastrukturprojekte wie der Ausbau der Kreisstraße 43 von Avendorf in Richtung Burg würden immer wieder zurückgestellt. Konkret greift Weber das im Juli von Dobrindt vorgestellte Investitionspaket auf, mit dem eine bundesweite Modernisierungsinitiative gestartet werden soll — unter anderem eine Vielzahl von Ortsumgehungen. Doch wo bleibt Fehmarn?

Weber wurmt, dass die Stadt zwar schon 2010 einen positiven Bescheid — im Rahmen der Förderung kommunaler Straßenbaumaßnahmen — erhalten habe. Daraufhin wurde das Millionen-Projekt forciert: „Der Planfeststellungsbeschluss kann in Kürze erfolgen, so dass ein baureifes Projekt vorliegt.“ Doch eine Zuweisung von Landesmitteln wurde der Stadt bis jetzt verwehrt.

Im Gegenteil: Erst im Februar teilte Kiel mit, dass Erhalt vor Neu- und Ausbau gehe. Damit aber könnten weder Kreis noch Stadt den Ausbau der K 43 oder die Ortsentlastung von der K 43 über Burgstaaken zur Strandallee realisieren.

Ein ähnliches Desaster fürchtet Weber beim vierstreifigen Ausbau der B 207. In Höhe Amalienhof fordert die Stadt während der knapp einjährigen Bauarbeiten eine Behelfsbrücke statt einer Ampelanlage, doch der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr lehnt dies ab. Und viertens setzt er sich für einer neuen Bahn-Fernhaltpunkt bei Burg ein. Denn mit Eröffnung eines Belttunnel fällt der internationale Bahnhof Puttgarden definitiv weg.

Gerd-J. Schwennsen

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