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Ostholstein Stadt legt geforderte Zahlen zum Haus des Gastes vor
Lokales Ostholstein Stadt legt geforderte Zahlen zum Haus des Gastes vor
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22:27 27.09.2016
Das Haus des Gastes in Eutin wie es einmal war. Quelle: vg

Die Eutiner Stadtverwaltung hat das von der Bürgerinitiative „Erhalt und Sanierung Haus des Gastes“ gestellte Ultimatum erfüllt. Kurz vor zehn Uhr wurde am Dienstag der geforderte Kostenüberblick einer Herrichtung der knapp 50 Jahre alten Immobilie zugeschickt. Die Bürgerinitiative will mit einem zweiten Bürgerentscheid Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme durchsetzen. „Die Unterlagen sind fristgerecht eingegangen“, bestätigte Malte Tech, der für die Freien Wähler in der Eutiner Stadtvertretung sitzt.

Überblick der Sanierungskosten – Initiative hofft auf schnellen Start des Bürgerbegehrens.

Die Stadt ist verpflichtet, für das Bürgerbegehren darzulegen, welche Kosten mit der Forderung der Bürgerinitiative verbunden sind. Statt des kurzen Überblicks, der auf der Blättern für die Unterschriftensammlung abgedruckt wird, hatte sie zunächst nur ein rund 100 Seiten starkes Gutachten präsentiert. Die Übersicht gibt die Kosten einer Modernisierung „gemäß Fragestellung der Bürgerinitiative“, wie es heißt, mit knapp 2,85 Millionen (einschließlich Mehrwertsteuer) an. Davon entfallen gut 1,42 Millionen Euro auf das Bauwerk, rund 430 000 Euro werden für Baunebenkosten, 310 000 Euro für die Haustechnik und knapp 150 000 Euro für Außenanlagen veranschlagt (jeweils ohne Mehrwertsteuer). Der Rest ist im wesentlichen als Puffer vorgesehen.

Die monatlichen Betriebs- und Unterhaltungskosten nach der Modernisierung veranschlagt die Stadt auf 3126 Euro monatlich, das Gros entfällt auf Heizung, Wasser und Strom. Die Bürgerinitiative betont, dass sie keine aufwändige Modernisierung mit Absenkung der Gebäudesohle fordert wie im Gutachten berechnet, sondern nur eine Instandsetzung. Die sei für gut 500 000 Euro machbar. Tech und seine Mitstreiter können der Kostenübersicht der Stadt eine eigene Rechnung mit Kommentar entgegenstellen. Bis zum Wochenende soll das stehen, dann muss die Kommunalaufsicht alles prüfen. Gibt sie grünes Licht, kann das Bürgerbegehren anlaufen.

1312 Unterstützer, neun Prozent der Wahlberechtigten bei der Kommunalwahl 2013, müssen unterschreiben, damit es zum Bürgerentscheid kommt. Im Idealfall, wenn tatsächlich unverzüglich geprüft werde, könne das Sammeln am übernächsten Wochenende beginnen, so Tech. „In zwei bis drei Wochen haben wir die Unterschriften zusammen“, ist er sich sicher.

 pet

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