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Ostholstein Stadtsanierung: Grüne rufen zur Zusammenarbeit auf
Lokales Ostholstein Stadtsanierung: Grüne rufen zur Zusammenarbeit auf
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21:14 28.11.2016

Miteinander, nicht gegeneinander – mit diesem Appell richten sich die Grünen an die anderen Fraktionen in der Stadtvertretung, aber auch an die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE). „Das zunehmende Chaos in der Eutiner Stadtpolitik“ veranlasste Christiane Balzer, Monika Obieray und Eike Diller zu einer Stellungnahme, in der sie alle anderen Fraktionen auffordern, „an den Beratungstisch zurückzukehren und nicht mit populistischen Gesten den vorgezogenen Wahlkampf einzuleiten“.

Eike Diller von den Grünen.

Hintergrund sind die Forderung der WVE, die Planungen und Ausschreibungen zur Stadtsanierung sofort zu stoppen, und der dahingehend formulierte Antrag der FPD, der von der Stadtvertretung allerdings abgeschmettert wurde (die LN berichteten).

„Wir haben in der Stadtvertretung mit einer großen Mehrheit beschlossen, unsere liebenswerte, aber in die Jahre gekommene Innenstadt aufzuwerten . . . Wir können die Sorgen der Geschäftsleute verstehen. Gleichzeitig bezweifeln wir aber, dass die Eutiner Innenstadt im jetzigen Zustand eine Zukunft haben wird“, äußerte Christiane Balzer. In Richtung Kaufmannschaft sagte Monika Obieray, sie kritisiere, „dass die WVE bereits zum zweiten Mal einen Termin im Brauhaus abhält, während zeitgleich ein Termin der Verwaltung anberaumt ist. Dass fast alle Fraktionen den Arbeitskreis der Stadt verlassen, um im Brauhaus dabei sein zu können, wirft aus unserer Sicht kein gutes Licht auf die Entscheidungswege in unserer Stadt.“ Wer sich konstruktive Gespräche wünsche, der sollte bei sich selber anfangen, meinen die Grünen. Sie beklagen ein geringes öffentliches Interesse an sachorientierter Ausschussarbeit und stattdessen emotionale Zuspitzung auf dem Wochenmarkt oder im Brauhaus.

„Anders als WVE, FWE und SPD erkennen wir Abstimmungsergebnisse an und arbeiten weiter sachorientiert mit allen Beteiligten zusammen, auch wenn wir uns mit unseren Vorschlägen nicht durchsetzen konnten“, betonte Christiane Balzer. Zur WVE-Veranstaltung am vergangenen Dienstag sagte Eike Diller: „Als Fazit des Abends auf konstruktive Gespräche zu hoffen und gleichzeitig ein Bürgerbegehren zu erwägen, ist schon eine mehr als zwiespältige Haltung.“ Er lade alle Eutiner, WVE-Mitglieder eingeschlossen, herzlich ein, an den öffentlichen Sitzungen teilzunehmen. Im Übrigen habe die Stadt mit dem Einzelhandelskonzept einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Innenstadt bereits vollzogen. „Aber Erfolge scheinen im emotional aufgeladenen Kontext nicht erwähnenswert“, bedauerte Diller.

LN

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