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Ostholstein Stadtteiltreff in Neustadt — kein Neubau in 2014
Lokales Ostholstein Stadtteiltreff in Neustadt — kein Neubau in 2014
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18:28 09.11.2013
Neustadt

Der Stadtteiltreff am Westpreußenring zerfällt immer mehr. Der Boden gibt nach, das Dämmmaterial der Wände hat sich aufgelöst, Feuchtigkeit dringt ein und nun nagen sich auch noch Ratten in die Container, in denen Kinder betreut werden. „Trotz Schädlingsbekämpfung kommen die wieder. Die beißen sich einfach durch den Boden“, sagt Norbert Mohwinkel, Leiter des Treffs.

Stadtjugendpfleger Andres Adler ergänzt, dass die Container ursprünglich für fünf Jahre angedacht waren, zehn Jahre halten sollten. Mittlerweile stehen sie seit 13 Jahren.

Ende 2012 stellten die Stadtverordneten 50 000 Euro für die Planung eines Neubaus zur Verfügung. Zuvor hatten die Nutzer des Treffs in Zusammenarbeit mit dem Bauamt bereits Pläne erstellt. Ziel war es 2014 mit dem Bau zu beginnen. Nun scheint klar, dass im kommenden Jahr nichts passieren wird. Bürgermeisterin Tordis Batscheider (SPD) verweist auf den Schuldenberg. „Angesichts der schwierigen Haushaltslage der Stadt dürfte es schwierig werden, einen Neubau des Stadtteiltreffs zu 100 Prozent aus städtischen Mitteln zu finanzieren.“

Deshalb soll 2014 versucht werden, Förderer zu gewinnen. In Frage kommen laut Batscheider das Sozialministerium des Landes, sowie Stiftungen, die sich speziell um die Unterstützung von jungen Menschen kümmern.

Dass die finanzielle Lage nicht rosig ist, ist nicht neues. „Wir hatten aber immer die Hoffnung, dass wir den Neubau hinkriegen. Es war nicht abzusehen, dass die Situation so miserabel ist“, sagt Margit Giszas, Fraktionsvorsitzende der SPD. Einig sind sich Vertreter aller Parteien, dass dringend etwas geschehen muss. Aber es besteht auch ein Konsens, dass der Versuch unternommen werden sollte, Fördermittel zu akquirieren. „Es ist bedauerlich, dass das Projekt aufgeschoben wird. Aber wir sollten diese Chance nutzen“, betont Grünen-Sprecher Michael Böckenhauer.

Jedoch, warnt Clemens Reichert (BGN), dürfe man nicht mehr allzu lange warten mit der Sanierung. „Ich möchte nicht, dass wir den Treff irgendwann schließen müssen und dann keine Lösung haben.“

Ähnlich sieht dies Angelika Rogge von der Elterninitiative, die sich ehrenamtlich im Treff engagiert. „Das hier ist ein Stück Zuhause, das darf man den Kindern nicht wegnehmen.“

Wer helfen möchte, kann für den Neubau des Stadtteiltreffs spenden. Das Konto bei der Sparkasse Holstein hat die Nummer 81 41 08 54. Die Bankleitzahl lautet 21 35

22 40.

Sebastian Rosenkötter

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