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Ostholstein Stadtvertretung gibt grünes Licht für Ausbau des Wallmuseums
Lokales Ostholstein Stadtvertretung gibt grünes Licht für Ausbau des Wallmuseums
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21:10 21.06.2013
Von Thomas Klatt
1,75 Millionen Euro investieren EU, Land und Stadt in den Ausbau des Oldenburger Wallmuseums. Quelle: Fotos: lg, tk
Oldenburg

Gleich in ihrer ersten Sitzung hatten Oldenburgs Stadtverordnete eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen zu treffen. Mit großer Mehrheit wurde die Vergabe der Aufträge zum Ausbau des Wahlmuseums gebilligt. Nur die freie Bürgerliste (FBO) stimmte gegen das Vorhaben.

Wie mehrfach berichtet sollen auf dem Gelände nordwestlich des Wallsees ein Teilnachbau des Walls mit Fürstenhof, ein Handwerkerdorf und mehrere Slawenhütten entstehen. Kostenvolumen: rund 1,75 Millionen Euro. Land und Europäische Union beteiligen sich an dem Projekt mit mehr als 1,1 Millionen Euro. Die Stadt muss dafür einen Eigenanteil von 628 000 Euro aufbringen.

Die FBO begründete ihre Ablehnung erneut mit der finanziellen Lage Oldenburgs. Vor dem Hintergrund, dass der Stadt Mittel zum Ausbau von Straßen und für die Unterhaltung von Schulen und Kindergärten fehlen würden, könne er diesem Projekt nicht zustimmen, so Klaus-Martin Stapelmann (FBO). FBO-Fraktionssprecher Wolfgang Seidel äußerte Befürchtungen, dass die tatsächlichen Kosten für den Ausbau „am Ende weitaus höher liegen, als ursprünglich geplant“. Annette Schlichter-Schenck (SPD) betonte dagegen, dass der Ausbau des Wallmuseums keinesfalls zulasten sozialer Einrichtungen gehen werde, sondern ein „sowohl-als-auch“ angestrebt sei. Die Tatsache, dass das Wirtschaftsministerium in das Projekt einsteige, wertete Schlichter-Schenck als Indiz dafür, dass auch auf Landesebene die wirtschaftliche Bedeutung des Wallmuseum anerkannt werde. Eine Chance, „bleibende Werte“ zu schaffen, sah CDU-Fraktionssprecher Torsten Becker für das Vorhaben, hinter dem nach seiner Einschätzung auch die breite Mehrheit in der Bevölkerung stehe.

Eingangs hatte Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) das Wallmuseum als „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnet, dass offensichtlich auch vom Wirtschaftsministerium als wirtschaftsfördernde Maßnahme gesehen werde. Die Sparkasse habe zudem eine Stiftung mit einem Stiftungskapital in Höhe von einer Million Euro eingerichtet und sei bereit, die Maßnahme zu unterstützen.

Hans-Joachim Hahn, Vorsitzender der Wallstiftung, zeigte sich im Anschluss an die Sitzung hocherfreut über das Abstimmungsergebnis. Eine neue Phase des Wallmuseums könne beginnen, bei der noch stärker als bisher ein erlebnisorientiertes Lernumfeld angeboten werde. „Wir freuen uns, dass ein langjähriger Entwicklungs- und Planungsprozess abgeschlossen ist und dass nun mit dem Erweiterungsbau begonnen wird“, sagte Hahn.

Thomas Klatt

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