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Ostholstein Stadtvertretung sorgt für Baurecht am Güterbahnhof
Lokales Ostholstein Stadtvertretung sorgt für Baurecht am Güterbahnhof
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20:59 07.12.2017
Der Knick am Güterbahnhof: Dahinter rechts will Olaf Blanck bauen.
Eutin

Ihr Fraktionschef Hans-Georg Westphal hatte empfohlen, dort die Stellungnahmen von Anwohnern noch einmal durchzugehen und nicht „en bloc“ abzustimmen. Damit nahm er Bezug auf Vorwürfe des Architekten und Stadtplaners Olaf Blanck, der seine diversen Einwendungen im Planverfahren „nicht mal ansatzweise“ berücksichtigt sieht. Blanck ist Eigentümer des Hauses Elisabethstraße 3 und einer rückwärtigen, 1400 Quadratmeter großen Fläche, auf der er drei kleine Häuschen bauen möchte (die LN berichteten). Im Zuge der B-Plan-Aufstellung wurde ein Teil seines Grundstücks als Grünfläche festgesetzt.

Heiko Godow, bis Anfang Oktober Vorsitzender der Stadtentwicklungsausschusses, versicherte, das Abwägungsverfahren sei ordnungsgemäß abgewickelt worden, „aber man kriegt nicht immer das, was man will“. Ein „sauberes Verfahren“, bestätigte auch Monika Obieray (Grüne).

Für Malte Tech ist die Sporthalle am ehemaligen Güterbahnhof „heller Wahnsinn. Sie wird bis zu zehn Millionen Euro kosten“, warnte er und verwies erneut auf das vorliegende Bodengutachten, das seiner Ansicht nach – und auch der von Olaf Blanck – weitestgehend ignoriert worden sei.

Hans-Georg Westphal brachte altbekannte Argumente vor: „Eine Vereinssporthalle können wir uns dort noch vorstellen, als Schulsporthalle für die Wisser-Schule ist es der falscheste Standort überhaupt.“ Dies konterte Heiko Godow mit der Bemerkung, es gehe nicht um die grundsätzliche Frage, ob der Güterbahnhof der richtige Standort für die Schule sei. Der Stadtentwicklungsausschuss habe Baurecht schaffen sollen. „Haarspalterei“, nannte Westphal das, „das formelle Verfahren ist nicht von Inhalten zu teilen. Die Schule will nicht, der Schulrat ist dagegen. Und was den Untergrund angeht, teile ich die Auffassung von Malte Tech – das wird ein Fass ohne Boden.“

Auch die Veränderungssperre für den Bereich wurde verlängert (14 Ja-, elf Nein-Stimmen, eine Enthaltung). Olaf Blanck zeigte sich nach der Sitzung frustriert, er will sich mit seinem Anwalt beraten. Dem Petitionsausschuss in Kiel will er vortragen, „wie in Eutin mit Bürgern umgegangen wird“. Ob er einen Gesprächstermin mit dem Bürgermeister am kommenden Freitag wahrnehmen wird, hält er sich offen.

ben

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