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Ostholstein Stadtwerke-Neubau wird immer teurer
Lokales Ostholstein Stadtwerke-Neubau wird immer teurer
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21:15 20.10.2017
Die Bauarbeiten gehen voran. Deutlich zu erkennen ist die Holzbauweise. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter, Hfr
Neustadt

„Die Erhöhung ist dem Bauboom geschuldet“, sagt Litzka. Die gute Auftragslage habe unter anderem hohe Bau- und Materialkosten zur Folge. Wie teuer der Gebäudekomplex am Ortseingang an der Neukoppel letztlich werde, lässt sie aber offen. Sowohl die Werkleiterin als auch Neustadts Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) verweisen darauf, dass sie zur Verschwiegenheit verpflichtet seien. Der Grund: Das Thema sei bislang nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit besprochen worden. Dass die Summe auf neun Millionen anwachse, wie die LN anderweitig erfuhren, wollte Litzka nicht bestätigen. „Es ist keine exorbitante Erhöhung. Sie ist im Rahmen“, versichert die Werkleiterin.

Der Neubau der Stadtwerke Neustadt wird deutlich teurer als bisher gedacht. Die Fertigstellung könnte sich um Monate verzögern, so Werkleiterin Vera Litzka. Sie spricht von Problemen bei den Ausschreibungen. Für einige Gewerke gebe es kaum Angebote von Unternehmen.

31 Türen aus dem Gebäude eines Hamburger

Unternehmens werden wiederverwertet.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der städtische Eigenbetrieb eine Preissteigerung hinnehmen muss. Bereits im September 2015 wurde eine Erhöhung um 740000 Euro auf 7,4 Millionen Euro bekannt. Ursächlich waren zu niedrig angesetzte Erschließungskosten.

Ob die mehr als 70 Mitarbeiter wie geplant im Frühjahr 2018 einziehen können, ist nun offen. Vera Litzka berichtet von Schwierigkeiten mit einer Baufirma, will aber keine Details nennen. „Es ist ein laufendes Verfahren. Die Vergabekammer Schleswig-Holstein kümmert sich darum.“ Sie entscheidet, ob das Unternehmen den Auftrag beenden muss oder es eine erneute Ausschreibung gibt. Im zweiten Fall muss mit monatelangen Verzögerungen gerechnet werden. Ein neuer Bauzeiten-Plan solle Mitte November vorgestellt werden.

Unterstützung bekommt Vera Litzka von Dr. Tordis Batscheider und Günther Struck, dem Vorsitzenden des Stadtwerkeausschusses (CDU). Beide betonen, dass keine Fehlplanung und kein Versagen vorliege.

„Wir haben keinen Einfluss auf die Preisentwicklung. Wer weiß, was hier an der Lübecker Bucht alles gebaut wird, dem ist auch klar, dass kaum Firmen zu bekommen sind. Die heimischen Betriebe sind ausgelastet“, sagt Struck. Jedoch laufe die Preisentwicklung „total aus dem Ruder“.

Trotz aller Probleme gehen die Arbeiten auf der Großbaustelle weiter. Im Mittelpunkt steht in diesen Tagen das Verwaltungsgebäude. Nachdem die ersten Stützen angeliefert wurden und auch die Wände hochgezogen sind, läuft der Aufbau auf Hochtouren. „Es kommen zwei Stockwerke drauf“, so Litzka.

Sebastian Rosenkötter

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