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Ostholstein Starke Regenfälle sorgen für Großeinsatz
Lokales Ostholstein Starke Regenfälle sorgen für Großeinsatz
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21:45 16.04.2018
Viele Dämm- und Baustoffe kann Rüdiger Büttner einfach nur noch vernichten. Quelle: Foto: Billhardt

Als die Feuerwehr Heiligenhafen mittags alarmiert wurde, konnte noch niemand ahnen, dass sich daraus ein Großeinsatz entwickeln würde. Ein Bach war übergelaufen und das Wasser floss ungehindert in die tiefer liegenden Gebiete. So meldete ein Baumarkt im Ortmühlenweg Land unter. „Die Kanalisation schaffte die Massen einfach nicht mehr“, sagte Olaf Heisler, stellvertretender Gemeindewehrführer Heiligenhafen. „Wir hatten zwar die Türen mit allem verbarrikadiert, was wir zur Verfügung hatten – aber das Wasser hat sich seinen Weg gesucht“, erzählte Rüdiger Büttner von „Richter Baustoffe“. Entwarnung gab es erst am späten Abend. Die Feuerwehr Oldenburg und das THW waren zur Unterstützung herbeigerufen worden. Deren Hochleistungspumpen arbeiteten unentwegt, um der Lage Herr zu werden. „Der Bereich ist durch den stetigen Ausbau des Stadtgebiets zu einem neuralgischen Punkt geworden“, erklärte Bauamtsleiter Roland Pfündl. Die Rohre seien mittlerweile für die Entwässerung zu klein dimensioniert. Entlastung müsste künftig durch Haltebecken oder größere Rohre geschaffen werden.

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Viele Dämm- und Baustoffe kann Rüdiger Büttner einfach nur noch vernichten.

Im erst 2016 eröffneten Baumarkt stand das Wasser rund zweieinhalb Zentimeter hoch, aber deutlich schlimmer war die Lage im Außenbereich und besonders im Lager. „Hier waren es bis zu 30 Zentimeter.

Viele Dämm- und Baustoffe sind hinüber und können nur noch weggeschmissen werden“, erläuterte Büttner. Wie hoch der Schaden sei, könne noch gar nicht genau beziffert werden. Wichtig sei jetzt, den restlichen Schlick und Sand, der mitgespült wurde, schnellstmöglich zu entfernen. Eine Reinigungsfirma war sofort zur Stelle. Große Hilfe für die Mitarbeiter gab es auch aus den anderen Niederlassungen. So wurde gestern versucht, wieder klar Schiff zu machen, damit heute wieder geöffnet werden kann. „Es sind alle motiviert, den Laden wieder ins Laufen zubringen“, sagte Büttner.

In Lütjenbrode hatten rund 80 Einsatzkräfte ordentlich zu pumpen. Die Großenbroder erhielten kräftig Unterstützung von den Nachbarwehren aus Neukirchen und der Gemeinde Gremersdorf. Die Zufahrten in den Ort mussten gesperrt werden, Straßen waren überflutet und eine Handvoll Häuser stark betroffen. „Wir möchten uns ganz herzlich für die Verpflegung beim Einsatz durch die Anwohner bedanken“, sagte Großenbrodes Wehrführer Jan Koblitz. Gegen 22.30 Uhr wurde abgerückt.

Am Sonntag ging es aber gleich weiter. Den Teich beim Koppelhaus (bei Klaustorf) galt es abzupumpen, da das Gewässer in das Gebäude lief.

 Von A. Jappe und M. Billhardt

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