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Ostholstein Starke Sprünge an der Seilbahn
Lokales Ostholstein Starke Sprünge an der Seilbahn
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09:17 08.08.2016
Noch in der Minderheit: Sieben Frauen waren gestern in Süsel am Start und zeigten bemerkenswerte Sprünge. Quelle: Fotos: Benthien

Das Moderatoren-Duo verstand es, die zahlreichen Zuschauer mitzureißen: „Mal sehen, was sie hier jetzt ’rausböllern wird!“ Rausgeböllert wurden gestern bei den ersten „Süsel Wake Open“ beachtliche Sprünge, Drehungen und Tricks. Für nicht in der Szene verortete Menschen klingen deren Namen allerdings wie eine Fremdsprache. 48 Meldungen verzeichnete Christian Rumpel, Betreiber des Wasserski- und Wakeboardparks Süsel, für die acht Wettbewerbe. Dominiert wird das Wakeboard-Fahren von Männern, am Start waren nur sieben Frauen.

„Süsel Wake Open“ lockte viele Zuschauer an – Sie sahen beachtliche Leistungen der 48 Teilnehmer.

„Beide sind Riesentalente.“ Park-Chef Christian Rumpel über Julius und Niles Wittmack

Aufmerksame Zuschauer der einzelnen Runs waren Marcel Mitze (26) und Hans-Christian Kewitsch (18) von der DLRG Haffkrug-Scharbeutz. „Von 11 bis open end“ verfolgten sie das Geschehen auf Bahn 1 in ihrem Schlauchboot mit 20 PS-Motor vom Rande des Baggersees aus. „In den vergangenen Jahren musste kein DLRG-Team eingreifen“, sagten sie und hofften, dass es auch gestern nicht nötig werden würde.

Beide fahren selbst nicht Wasserski oder Wakeboard, „es ist aber nett anzusehen“.

Erst seit drei Jahren sind Julius (15) und sein Bruder Niles (12) Wittmack Wakeboarder. Julius ist in diesem Jahr bereits Deutscher Meister bei den Wakeboard-Meisterschaften in Norderstedt geworden.

„In der Qualifikation lief es heute nicht so gut“, haderte er etwas mit sich. Er sei im ersten Run nicht hoch genug gekommen, habe umstellen und andere Sprünge als beabsichtigt zeigen müssen. „Das mache ich im Finale besser“, nahm er sich vor.

Sieger der Qualifikation in der Klasse „Boys 2001 bis 2004“ wurde vor Julius sein Bruder. „Da ist mir alles gelungen. Im Finale fährt Julius dann auf eins und ich auf zwei“, sagte Niles voraus. Die Jugendlichen stammen aus Neustadt und sind Mitglied im WSC Süsel, der die Süsel Wake Open ausrichtete. „Beide sind Riesentalente“, bescheinigt ihnen Christian Rumpel. „Julius trainiert wie ein Verrückter.“ Der WSC fördert diesen Nachwuchs durch ein Kadertraining. Unterstützt von Parkchef Rumpel verhandelt der 15-Jährige mit einem Sponsoren, der ihm für die kommende Saison die Ausrüstung stellen könnte. Allein für ein Profiboard sind immerhin mindestens 400 bis 500 Euro hinzublättern. Große Unterstützung erfahren die Jungen natürlich aus der Familie: „Meine Mutter fährt uns durch ganz Deutschland zu Wettbewerben“, so Julius Wittmack.

Sein derzeitiger Lieblingssprung, der „switch mobe 540“, eine schnelle Drehung in der Luft, gesprungen nach einer Kurve, sollte ihm im Finale zum Sieg verhelfen. Und tatsächlich holte der 15-Jährige sich den ersten Platz vor Bruder Niles – wie von diesem angekündigt.

Die ersten Endergebnisse: Klasse Mini-Man: 1. Moritz Kaiser, 2. Dean Parakenings, 3. Angelos Chatzigeorgiou; Boys: 1. Julius Wittmack, 2. Niles Wittmack, 3. Tom Bolles.

Weitere Ergebnisse erfahren Sie in der LN-Ausgabe am Dienstag.

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