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Ostholstein Start mit Phonokoffer und Roy Black
Lokales Ostholstein Start mit Phonokoffer und Roy Black
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21:22 26.01.2016
Firmengründer Günter Molles erinnert an die Stationen eines halben Jahrhunderts Firmengeschichte des Familienunternehmens. Quelle: Fotos: Gjs

„Ganz in Weiß“ war einer ihrer ersten Verkaufsschlager. Denn Roy Black eroberte damals die Herzen der Fehmaraner. „Aber auch Heintje hatte auf der Insel bald viele Fans“, erinnert sich Antje Molles (67) gerne. In dieser Woche feiert sie in Burg gemeinsam mit Ehemann Günter (72) und Sohn Marco (43) das 50-jährige Jubiläum des Familienunternehmens Fernseh Molles.

Phonokoffer, Schallplatten-Bar oder Tonbandgerät: Längst sind die Verkaufshits der frühen Jahre aus den Regalen verschwunden. Aber die Erinnerung daran währt bis heute. Übrigens auch an den inselbekannten Slogan aus den 60er Jahren: „Kein Bild, kein Ton — wir kommen schon“.

Rückblende, 1966: Mit gerade mal 22 Jahren macht sich Günter Molles selbstständig. „Wir sind beide ins kalte Wasser gesprungen“, sind die Anfänge in der Niendorfer Straße bis heute gegenwärtig. Der gelernte Radio- und Fernsehtechniker aus Heiligenhafen fasst auf Fehmarn schnell Fuß. Natürlich auch dank Roy Black & Co.: Denn der kleine 28-Quadratmeter- Laden ist der erste auf der Insel, in dem es Schallplatten zu kaufen gibt.

Schon 1969 wechselt Molles in die Breite Straße 2 in eine Top-Lage genau gegenüber dem Burger Rathaus. Mit nunmehr 100 Quadratmeter Fläche werden im Laden viele neue technische Errungenschaften angeboten. Gestartet mit den sogenannten „Braungeräten“ von Fernseher bis zum Radio, kommt jetzt der „weiße Sektor“ hinzu: Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke oder E-Herde, zudem rasch populäre Kleingeräte wie Kaffeemaschinen oder Elektrorasierer. 1971/81 zieht Fernseh Molles dann noch einmal um. In der Breiten Straße 37-39 erwirbt Molles zunächst ein ehemaliges Wohnhaus, später die Räume einer früheren Hutmacherei. Dort entsteht dann — nach umfassenden Umbau — das heutige, großzügige Geschäftshaus einschließlich Werkstatt.

Ein halbes Jahrhundert Familienunternehmen: Wenn früher der Fernseher kaputt ging, reiste Molles mit seinem Servicekoffer an und reparierte das defekte Gerät oft sogar vor Ort. Seit 2010 ist Sohn Marco gleichberechtigter Chef. Stark gewandelt haben sich die Kundenbedürfnisse. Internet oder das vernetzte Haus sind stärker denn je gefragt. Marco Molles: „Immer häufiger gehen wir zu unseren Kunden nicht mehr mit dem Werkzeugkoffer, sondern mit dem Laptop zum Programmieren.“

Heute großes Jubiläum
Zum Sektempfang laden die Firmengründer Antje und Günter Molles sowie Juniorchef Marco Molles heute, 27. Januar, ab 11 Uhr in ihr Geschäft in der Breiten Straße 37-39 in Burg ein. Treue Kunden wie langjährige Wegbegleiter sind willkommen, das Jubiläum mit den Geschäftsinhabern zu feiern — sogar den ganzen Tag lang.



Zwei Mitarbeiter halten Fernseh Molles schon seit vielen Jahren die Treue. Deshalb freuen sich Sven Nissen und Birger Brey auch auf das heutige große Jubiläum des Burger Familienunternehmens.

gjs

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