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Startschuss für das schnelle Internet

Eutin Startschuss für das schnelle Internet

Die ZVO-Breitbandsparte wird gegründet – Kosten geringer als ursprünglich kalkuliert.

Eutin. Am kommenden Donnerstag, 19. Mai, soll für weite Teile Ostholsteins die Zukunft eingeläutet werden. Das schnelle Internet, so die Verheißung, wird bald nicht länger den Städten und größeren Orten vorbehalten sein, sondern mit Hilfe des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) auch in den ländlichen Gebieten zum Standard. Damit der ZVO aktiv werden kann, braucht er ein Update: Der neue Geschäftsbereich Breitband muss gegründet werden, was wiederum die Verbandsversammlung mit Zweidrittelmehrheit beschließen muss. Die kommt am Donnerstag im Eutiner Kreishaus zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

 

LN-Bild

„Es wird ver- mutlich deutlich günstiger als kalkuliert.“Claus-Peter Matthiensen, Egoh„

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Die Bürgermeister und Kommunalpolitiker in dem Gremium, die auf den ZVO beim Breitbandausbau setzen, werden gute Nachrichten zu hören bekommen. „Es wird vermutlich deutlich günstiger als ursprünglich kalkuliert“, sagt Claus-Peter Matthiensen, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh), die die Grundlagen für die kommunale Breitbandversorgung erarbeitet hat. Genaue Zahlen kann Matthiensen noch nicht nennen, das wird auf der Verbandsversammlung geschehen. Aber so viel lässt der Egoh-Chef durchblicken: Der voraussichtliche Abschlag bei den veranschlagten Kosten für das Projekt kann sich sehen lassen, die Gemeinden werden spürbar weniger an Umlage bezahlen müssen.

Bisher waren die Gesamtinvestitionen für den auf fünf Jahre veranschlagten Aufbau eines Glasfasernetzes im Kreis auf rund 200 Millionen Euro angesetzt. Aufgebracht werden soll das Geld über Kredite. Der ZVO finanziert nur die Infrastruktur, Bau und Betrieb werden ausgeschrieben. Der spätere Betreiber des Netzes muss Pacht bezahlen, aus der dann in einem Zeitraum von 20 Jahren die Schulden getilgt werden sollen. Die ursprüngliche Kalkulation von 2012 erfolgte bewusst großzügig – mit niedrigen Pachteinnahmen, hohem Zinssatz und sehr wenig Fördermitteln. Inzwischen hat der Bund ein Förderprogramm aufgelegt, die Zinsen sind auf einem Rekordtief. „Die Annahmen waren aus heutiger Sicht viel zu pessimistisch“, hält Matthiensen fest.

Aus diesem Grund sei es auch zu verkraften, dass sich einige große Kommunen wie Oldenburg oder Stockelsdorf aus der ZVO-Lösung verabschiedet haben. In Neustadt droht womöglich Ähnliches. Die Zentren seien ohnehin von Telekommunikationsunternehmen versorgt und damit tabu für den ZVO, beschwichtigt Matthiensen. „Dass die Umlanddörfer verloren gehen, tut weh“, räumt er gleichwohl ein. Das bedeute „insgesamt eine gewisse Verschlechterung, aber keine bedrohliche“.

Dennoch: „Unter Solidaritätsgesichtspunkten hätten wir uns sehr gewünscht, dass sich die ausgeschiedenen Gemeinden an der Netzwerk-Lösung beteiligen“, bedauert der Egoh-Chef das Verblassen des Solidaritätsgedanken in den Gemeinden. Mit von der Partei ist der ländliche Raum. Das gesamte Amt Lensahn trete bei, auch in Großenbrode zeichne sich der Beitritt ab, erläutert Matthiensen.

Mit zwei Milliarden Euro Fördergeld will die Bundesregierung helfen, die Breitbandlücken im ländlichen Raum zu schließen. Die ersten Förderbescheide über 420 Millionen Euro sind bereits erteilt, Schleswig-Holstein war nicht dabei. Matthiensen ist jedoch optimistisch, dass der Kreis ein ordentliches Stück vom Förderkuchen abbekommen wird. „Bis 2018 muss alles im Bau sein, das können wir erfüllen.“

Sobald in der nächsten Woche die ZVO-Breitbandsparte gegründet und danach vom Innenministerium in Kiel genehmigt worden ist, soll mit einer EU-weiten Ausschreibung die Suche nach einem Betreiber für das Netz gestartet werden. Dann können auch Anträge für Fördermittel des Bundes gestellt werden. Der erste Spatenstich für das Glasfasernetz ist noch für dieses Jahr geplant.

Von Arnold Petersen

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