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Ostholstein Startschuss im Stadtmarktzentrum
Lokales Ostholstein Startschuss im Stadtmarktzentrum
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20:10 03.07.2013
Packte gestern tatkräftig mit an: Nils Weinberg, 23 Jahre alt, ist Inhaber des Edeka-Marktes im neuen Stadtmarktzentrum. Quelle: Fotos: Holger Marohn
Oldenburg

Es ist Punkt 7 Uhr, als Inhaber Nils Weinberg die Türen seines Edeka-Marktes am Schauenburger Platz in Oldenburg aufschließt. Nur ein paar Schnäppchenjäger stehen vor der Tür. Keine Blaskapelle spielt auf, keine Hüpfburg lockt Kinder an und auch auf kein Sekt wartet auf geladene Gäste. Still und leise wurde gestern der erste Bauabschnitt des Oldenburger Stadtmarktzentrums eröffnet. Oldenburgs Mitte hat mit dem Edeka-Markt wieder die langersehnte Einkaufsmöglichkeit. In den kommenden Monaten sollen weitere Geschäfte hinzukommen.

Bei den gestrigen ersten Kunden herrschte rundum große Zufriedenheit. „Es ist gut für Oldenburg, dass es hier wieder in der Stadt so etwas gibt“, sagt Günter Schmidt. Andere kritisierten allerdings die „etwas traurige Eröffnung“ ohne große Feier. Nils Weinberg sieht das anders. „Ich mag keine großen Eröffnungszeremonien. Außerdem kenne ich die ganzen wichtigen Leute hier nicht.“

Weinberg ist erst 23 Jahre alt. Aber als Inhaber des 1800 Quadratmeter großen Edeka-Marktes ist der fast ein wenig schüchtern wirkende junge Mann spätestens seit gestern der große Hoffnungsträger für eine Belebung der Oldenburger Innenstadt. Weder dass er in der Nacht vor der gestrigen Eröffnung nur zwei Stunden schlafen konnte noch dass die gedruckten Werbeflyer zur Eröffnung statt in Oldenburg in Bordesholm verteilt wurden, können ihn zumindest äußerlich aus der Ruhe bringen.

„Wir hatten alles gut geplant und engagierte Mitarbeiter“, sagt Weinberg. Und mit dem Personal stehe und falle alles. Allein 19 seiner 42 Mitarbeiter hat er aus der Arbeitslosigkeit geholt. „Ich hätte selbst nicht gedacht, dass das so gut klappt“, sagt er. Der Vorteil sei gewesen, dass er die vom Arbeitsamt vermittelten Mitarbeiter in den vergangenen Monaten bereits im Edeka-Markt seines Vaters in Grube habe einarbeiten und so die Stärken habe ermitteln können.

Während der Supermarktbetrieb seit gestern auf vollen Touren läuft und auch beim Bäcker „von Allwörden“ fleißig Brötchen, Kuchen und Kaffee verkauft werden, gibt es allerdings auch noch reichlich Baustellen. Die ursprünglich für ein Blumengeschäft vorgesehene Fläche liegt brach, zwei noch verwaiste Shopflächen sind mit einer Sichtblende abgetrennt und der spätere Übergang zum zweiten Bauabschnitt — mit Postagentur, Aldi-Markt, Drogerie und weiteren geplanten Läden — ist noch mit einer provisorischen Wand verschlossen. Nach Angaben des Investors stehen die Mietverträge für den zweiten Bauabschnitt unmittelbar vor der Unterschrift.

Die Stadt Oldenburg bittet unterdessen das zwischen Skateranlage und Sportanlagen geltende eingeschränkte Halteverbot zu beachten. Der Teil des Schauenburger Platzes müsse weitestgehend vom Fahrzeugverkehr freigehalten werden, heißt es. Die städtischen Außendienstmitarbeiter werden daher die Einhaltung des Halteverbots künftig auch abends und an den Wochenenden kontrollieren.

Das sagen die Kunden zur Neueröffnung
Nils Weinberg begann mit 17 Jahren im Betrieb seines Vaters am Oldenburger Markt die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Nach dem Abschluss wurde er in das Edeka-Förderprogramm aufgenommen und zur Führungskraft Handel ausgebildet. Nach der Schließung des Geschäftes am Markt eröffnete sein Vater einen neuen Laden in Grube. Dort war Nils Weinberg zuletzt Marktleiter.

Den Zuschlag für die Übernahme des Oldenburger Edeka-Marktes erhielt Nils Weinberg vor gut einem dreiviertel Jahr. Seitdem liefen für ihn die Vorbereitungen. Unter anderem mussten 140 Bewerbungen gesichtet werden.

Holger Marohn

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