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Ostholstein Tourismusausschuss will barrierefreien Steg
Lokales Ostholstein Tourismusausschuss will barrierefreien Steg
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15:46 07.11.2018
Die Treppe in Pelzerhaken soll erneuert werden und in Zukunft barrierefrei sein. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Der Tourismusausschuss Neustadt hat sich mehrheitlich für zwei umfangreiche bauliche Sanierungen unweit des Strandes ausgesprochen. Einerseits soll der seit Jahren geforderte barrierefreie Strandzugang in Pelzerhaken realisiert werden. Andererseits ist die Erneuerung des Dünenstegs in Neustadt beschlossen. Aber: Beide Projekte können nur realisiert werden, wenn sie in den Haushalt für das Jahr 2019 aufgenommen werden. Die endgültige Entscheidung soll die Stadtverordnetenversammlung am 13. Dezember treffen (15 Uhr im Rathaus).

Heimische Hölzer kaputt

Der Dünensteg parallel zum Neustädter Strand ist erst knapp elf Jahre alt. „Ein Förderkriterium war damals der Einsatz heimischer Hölzer. Die Verwendung dieser heimischen Hölzer für ein solches Bauwerk am Strand erweist sich nun leider als ungeeignet. Wie bereits mehrfach in den vergangenen Sitzungen des Ausschusses für Tourismus- und Kulturangelegenheiten berichtet, verrotten die Zangen und Holme“, informierte Tourismuschefin Vera Heß in der Sitzungsvorlage. Die Bohlen würden sich nicht mehr an der Unterkonstruktion befestigen lassen und stünden in Teilen hoch. Da der Reparaturbedarf so hoch sei, komme nur eine grundlegende Sanierung oder ein Ersatzneubau in Betracht. Dies sahen die Ausschussmitglieder ähnlich. Der Vorsitzende Dirk Cremer (BGN) sagte den LN, dass der Abschnitt zwischen Cap-Arcona-Weg und Meisenweg im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll.

Kosten soll das Vorhaben etwa 325 000 Euro. Vera Heß betonte: „Der Verlauf des Dünenstegs wird beibehalten, jedoch soll durch Änderungen der Bauart und Materialien eine höhere Nutzungsdauer erwirkt werden.“ Aktuell würde die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein (UNB) und dem Landesamt für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) erfolgen.

Die Treppe in Pelzerhaken soll erneuert werden und in Zukunft barrierefrei sein. Quelle: Sebastian Rosenkötter

Während die Zukunft des südwestlichen Teils des Dünenstegs fast beschlossen ist, soll der nordwestliche Teil zwischen Jungfernstieg und Cap-Arcona-Weg frühestens 2020 in Angriff genommen werden. Der Weg liegt in einem Bereich, in dem gleich mehrere Großprojekte anstehen. Dazu gehören der Neubau des BUND-Umwelthauses, die Überplanung der DLRG-Station sowie der Seebrücke, die noch diesen Winter statisch untersucht werden soll.

„Eckes Steg“: ein Dauerbrenner

Bereits seit 2014 immer wieder Thema in Ausschüssen ist „Eckes Steg“. Hinter dem Namen verbirgt sich die Forderung einiger Bürger, in Pelzerhaken einen barrierefreien etwa 220 Meter langen Steg zwischen dem westlichen Ende der Pelzerhakener Promenade und der Treppe am Eschenweg zu bauen. Dieser soll verhindern, dass Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen lange Umwege in Kauf nehmen müssen. Nun bahnt sich eine Lösung an: Laut Dirk Cremer habe die UNB zwar den Bau eines aufgeständerten Weges abgelehnt (die Grünen ebenso), jedoch habe man eine Alternative gefunden. Ein mobiler Strandweg soll entstehen. Dieser könnte laut Vera Heß vom 1. Mai bis 30. September installiert werden. „Hierdurch kann zumindest in der Saison auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine kürzere Anbindung vom westlichen Ortsteil Pelzerhakens an die Promenade Pelzerhaken geboten werden“, betonte die Tourismus-Chefin.

Eine ganzjährige Aufstellung lasse die UNB – so Cremer – nicht zu. Zudem sei die Hochwassergefahr zu groß. Voraussetzung für das Gelingen des Projekts sei es, Fördergelder einzuwerben. Die Chancen stünden gut. Die Gesamtausgaben werden auf 250 000 Euro geschätzt. Baubeginn könnte in 2019 sein.

Sebastian Rosenkötter

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