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Ostholstein Stehender Applaus für den „Messias“
Lokales Ostholstein Stehender Applaus für den „Messias“
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20:14 12.10.2017
Das Publikum dankte den rund 100 Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus und durfte als Zugabe das „Halleluja“ hören. Quelle: Foto: Rolf Braun (hfr)
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Neustadt/Oldenburg

Die Kantoreien Neustadt (Einstudierung: Andreas Brunion) und Oldenburg (Matthias Voget) und das Orchester Sinfonietta Lübeck musizierten unter der Gesamtleitung des Oldenburger Kantors Matthias Voget – zunächst in der Neustädter Stadtkirche, am darauffolgenden Tag in den Oldenburger Johanniskirche. An beiden Tagen erlebten die Zuhörer in den voll besetzten Kirchenschiffen eine rundum gelungene Aufführung dieses weltbekannten Oratoriums.

Der Komponist

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) war ein deutsch-britischer Komponist des Barock. Sein Hauptwerk umfasst 42 Opern und 25 Oratorien. Händel, dessen künstlerisches Schaffen sich auf alle musikalischen Genres seiner Zeit erstreckte, war auch als Opern-Unternehmer tätig.

Der koreanische Tenor Carlo Cho stimmte mit der Arie „Alle Tale, ihr sollt euch heben“ auf die Ankunft des Messias ein. Weihnachtliche Stimmung kam auf beim Chorsatz „Denn es ist uns ein Kind geboren“. Auch vom Chor wurden die Koloraturen souverän gemeistert. Die Sopranistin Susanne Dieudonné sang mit glockenklarer Stimme die Worte des Weihnachtsengels. Als himmlische Heerscharen stimmte der Chor mit „Ehre sei Gott in der Höhe“ ein und füllte mit kraftvollem Klang die ganze Kirche. Im anschließenden Passionsteil glänzte Altistin Juliane Sandberger mit schönem Timbre in der Arie „Er ward verschmähet“. In der Wiederholung fügte sie virtuos und geschmackvoll – wie zu Händels Zeiten üblich – Verzierungen hinzu. Der Chor stellte mit Worten des Propheten Jesaja die Bedeutung des Passionsgeschehens heraus: „Durch seine Wunden sind wir geheilt“. Zur besonderen Freude des Publikums erklang als Schlusschor des zweiten Teils das große „Halleluja“. Trompeten und Pauken stimmten mit ein.

Besondere Anerkennung erspielte sich die Solotrompeterin bei der Arie „Sie schallt, die Posaun’, und die Toten erstehn“. Bassist Julian Redlin zeigte auch hier seine stimmlichen Fertigkeiten und sang mit voller Stimme, wusste sie aber auch in leisen Passagen facettenreich einzusetzen.

Der große, dreiteilig angelegte Schlusschor brachte noch einmal das stimmliche Vermögen der beiden Kantoreien zum Vorschein. Durch eine deutliche Aussprache waren die Texte gut zu verstehen. Matthias Voget dirigierte engagiert und souverän, so dass sich Chor und Orchester jederzeit sicher geführt wussten.

Das Publikum dankte den rund 100 Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus und durfte als Zugabe noch einmal das „Halleluja“ hören.

Klaus Kasper

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