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Ostholstein Stein-Aula bleibt erhalten: Grünes Licht für die Sanierung
Lokales Ostholstein Stein-Aula bleibt erhalten: Grünes Licht für die Sanierung
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20:17 16.10.2015
Kein Standortwechsel: Das Oldenburger Gymnasium soll offenbar an Ort und Stelle bleiben. Quelle: Fotos: Binder, Klatt

Der Weg ist frei für die Sanierung der Aula am Oldenburger Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für die Maßnahme gegeben. Die Bauarbeiten sollen nach Angaben der Verwaltung voraussichtlich in den Weihnachtsferien beginnen. Die Kosten werden sich nach einer ersten Schätzung auf rund 140

000 Euro belaufen. Die Stadt sieht den Kreis als einstigen Bauherrn des Gebäudes in der Pflicht, sich finanziell zu beteiligen; die Verhandlungen laufen.

Die Aula ist für den Schul- und Theaterbetrieb gesperrt, seit sich im Sommer Teile von der Decke gelöst hatten. Im Hauptausschuss war eine Entscheidung über eine mögliche Sanierung zuletzt mit dem Hinweis auf die derzeitige Untersuchung der Schulstandorte vertagt worden (die LN berichteten). Eine sogenannte Wirtschaftlichkeitsstudie soll zeigen, ob sich der Erhalt der vielerorts maroden Schulgebäude lohnt oder sie lieber direkt neu gebaut werden sollten. Die Ergebnisse sollen im Dezember vorliegen. Der Erhalt der Aula wurde nun offenbar bereits im Vorfeld befürwortet; laut Verwaltung soll das Gebäude im zukünftigen Gesamtkonzept auf jeden Fall Bestand haben.

Die Gutachter seien zwar „nicht ganz glücklich damit, dass ein Objekt vorab herausgelöst wird“, räumte Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) in der politischen Sitzung ein. Sie hätten jedoch ihr Einverständnis zur Sanierung gegeben. Auch „würde die Aula selbst dann nicht am falschen Platz stehen, wenn die Studie für die übrigen Gebäude des Gymnasiums einen Neubau empfehlen würde“, fügte der Verwaltungschef hinzu. Dann könnten bis zum Ende der Bauarbeiten provisorische Unterrichtsräume in unmittelbarer Nähe auf den Sportanlagen errichtet werden. Damit scheint zumindest fürs Gymnasium bereits festzustehen, dass sich am Standort auch in Zukunft nichts ändern wird — wodurch auch die umstrittene Möglichkeit einer räumlichen Fusion mehrerer Schulen unwahrscheinlicher denn je wirkt.

Laut Bürgermeister Voigt will die Verwaltung die Sanierung in Auftrag geben, sobald „alle Details positiv geklärt“ sind. Die Prüfung durch einen Statiker habe bereits ergeben, dass man mit der Decke „ziemlich an der Grenze“ sei — es jedoch Lösungsmöglichkeiten gebe. Voigt: „Wir werden aber natürlich nur in das Gebäude investieren, wenn wir es zukunftsfähig sanieren können.“

Henning Andrees (FDP) machte in der Stadtverordnetenversammlung noch einmal seinem Ärger über den Kreis Luft. Nach Angaben der Oldenburger Bauverwaltung hatte dieser die Aula 1972 so errichtet, dass „die Decke nie die damaligen Forderungen aus der Baugenehmigung erfüllte“. Im Bereich aller Anschlüsse sei „mangelhaft und falsch gearbeitet“ worden. „Der Kreis baut so einen Schrott dahin und gibt ihn dann an uns ab — das ist eine Unverschämtheit“, empörte sich Andrees. Von jedem Kaufvertrag „würde man in einem solchen Fall zurücktreten und den Vertragspartner bis nach Meppen verklagen“, schimpfte er.

Laut Voigt ist für die kommende Woche ein Gespräch mit Vertretern der Kreisverwaltung anberaumt.

Jennifer Binder

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