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Ostholstein Steinredder: Große Pläne, aber nur kleine Ausbesserungen
Lokales Ostholstein Steinredder: Große Pläne, aber nur kleine Ausbesserungen
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21:39 08.02.2018
Der Steinredder führt zur Sportanlage Waldeck. Anwohner beklagen das hohe Verkehrsaufkommen und die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer. Quelle: Foto: Ben
Eutin

Der Aufstieg der Herrenfußballmannschaft von Eutin 08 hatte die Probleme am Steinredder, der zum Sportplatz Waldeck führt, wieder in den Fokus gerückt. Anwohner klagen seit Jahren über die Verkehrsbelastung. Schließlich trainieren auf den Plätzen am Waldeck circa 25 Mannschaften in der Woche, An- und Abfahrt erfolgen allein über den schmalen Steinredder. Für die 1500 Euro ist eine provisorische Maßnahme an der Straße vorgesehen, nämlich die Erneuerung der Bordsteine im Einmündungsbereich sowie die einer Markierungslinie. Vorgelegt hatte die Verwaltung eine Liste von Einzelmaßnahmen, empfohlen vom Mobilitätsbeirat, samt Kosten. So soll beispielsweise der Einmündungsbereich Sandfeldweg/Auestraße/Steinredder entschärft werden, Kosten rund 24000 Euro. Das beinhaltet ein Abfangen der Böschung, die Herstellung eines Gehstreifens bis zum Fußweg hinter dem Knick. Für Leuchten im Steinredder und Bebensundweg müssten rund 89000 Euro aufgebracht werden.

Viel Lärm um (fast) nichts. Für 1500 Euro soll der Steinredder ausgebessert werden. Das war’s aus dem Bauausschuss, dessen Zusammensetzung eine explosive Mischung ist. Ernsthafte Diskussionen waren am Mittwochabend Mangelware. Stattdessen gab es beschämende Anfeindungen.

Um die sogenannten wassergebundenen Wege auszubessern, wären rund 25000 Euro notwendig. Circa 170000 Euro wären erforderlich, um den Steinredder zu sanieren und neu zu pflastern. Insgesamt müssten rund 308000 Euro aufgewandt werden. Dabei sei eine Verbreiterung des Weges, für die Flächen hinzugekauft werden müssten, noch nicht eingerechnet, heißt es aus der Verwaltung.

SPD will sich mit allen Maßnahmen befassen

„Der Fissauer Dorfvorstand wäre froh über eine Beleuchtung, und auch unsere Fraktion möchte das gern voranbringen“, erklärte Elfi-Jacqueline Meyer (FDP). Olaf Schmidt (SPD-Fraktion) sagte: „Es ist dringend erforderlich, dass wir uns mit dem ganzen Paket befassen. Schließlich ist das ein Schulweg, und auch den Sportlern sind wir das schuldig.“ Zu einer Beratung kam es allerdings nicht – sie ging irgendwie unter.

Denn mittlerweile hatten sich Malte Tech (Freie Wähler) und auch der Ausschussvorsitzende Klaus Kibbel (SPD) auf Monika Obieray (Grüne) eingeschossen. Mehrfach stichelte Kibbel „Warum haben Sie denn den Vorsitz des Bauausschusses abgegeben?“, und Tech unterstellte ihr wiederholt Unkenntnis. Die blieb ruhig, aber bestimmt: „Ich muss mich nicht beleidigen lassen.“ Matthias Rachfahl (CDU) entschlüpfte ein „Alter Schwede“, Parteikollege Gerd Freese rügte Kibbel: „Ihr Verhalten ist dem eines Vorsitzenden nicht würdig.“ Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) beendete den Tagesordnungspunkt mit der Ankündigung: „Weitere Maßnahmen für den Steinredder preisen wir in einen Nachtrag oder die nächsten Haushaltsberatungen ein.“

Der Grünen-Antrag, zu prüfen, ob die Erweiterung der Wisser-Schule und der Neubau am Kleinen See parallel geplant und ausgeführt sowie möglicherweise in Holzbauweise erfolgen könnte, war zuvor abgelehnt worden.

Von Ulrike Benthien

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