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Ostholstein Sternen-Schaufenster für die Lichterstadt Eutin
Lokales Ostholstein Sternen-Schaufenster für die Lichterstadt Eutin
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18:30 09.11.2018
Lichtkünstlerin Gabriele Staarmann bringt den Stern im Schaufenster der Buchhandlung Hoffmann in Eutin an. Mit Licht wird er in Szene gesetzt. Ladenbesitzer machten sich ein Bild von der Idee. Quelle: Heike Hiltrop
Eutin

Gabriele Staarmann braucht ein wenig Geschick. Es sei ein bisschen fummelig, die langen, gezackten Motive aus hauchdünner Folie auf die Schaufensterscheibe zu bekommen“, sagt die Künstlerin und streicht den ersten von vier Sternen glatt. Es sei der erste Test, die Form in dieser Größe aufzubringen. Der Stern – leuchtend illuminiert – als Leitmotiv für die Lichterstadt Eutin, wird bei der Buchhandlung Hoffmann für ein Musterschaufenster in Szene gesetzt.

Sterne sind Unikate

„Jeder einzelne ist ein vor Ort zugeschnittenes Unikat.“ Zunächst seien Standard-Sterne angedacht gewesen, erzählt die Lichtkünstlerin, „aber die erinnern zu sehr an Backformen.“ Nun würden sie ein bisschen aussehen wie zerplatzte Comic-Sprechblasen: „Mal breit und dick, mal spitz und zackig. Das kann jeder kinderleicht auch selber machen.“ Zum Beweis macht es die Künstlerin bei der Konzept-Präsentation am Donnerstag vor, bei der sich Eutins Gewerbetreibende ein Bild von ihrer Idee in der Buchhandlung Hoffmann machen können.

Hans-Wilhelm Hagen im Gespräch zur Lichterstadt Eutin mit Kerstin Stein-Schmidt bei der Besichtigung des Musterschaufensters in der Buchhandlung Hoffmann Quelle: Heike Hiltrop

Ihre Illuminationen sollen die Installationen von Stefan Teichmann ergänzen, alles zusammen Eutin in ein ganz besonderes Licht setzen. Die Zusammenarbeit sei sehr gut, heben WVE-Vorsitzender Hans-Wilhelm Hagen und Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt hervor. Wie berichtet, soll der Stern als markantes Zeichen an die Kirche projiziert werden, beleuchtete Installationen flankieren Wege zum Schlossinnenhof, zur Stadtbucht und dem Rathaus, die besonders in Szene gesetzt werden.

Künstlerin Gabriele Staarmann bei der Arbeit

An diesem Abend geht es jedoch zunächst um die Beteiligung der Ladenlokal-Betreiber. Etwa 20 Männer und Frauen haben sich in der Dunkelheit versammelt. „Wenn 25 Geschäfte mitmachten, das wäre schön. Dann hätte man schon den roten Faden“, sagt Hans-Wilhelm Hagen, der auf breite Zustimmung hofft.

Verhaltene Resonanz bei der Generalprobe

Die ganz große Begeisterung bleibt bei der Generalprobe jedoch aus. Ein Problem: Die Illumination der Sterne entfaltet erst dann ihre volle Wirkung, wenn die übliche Schaufensterbeleuchtung abgeschaltet ist. „Was nützt mir das, wenn meine Auslagen nicht zu sehen sind“, kritisiert Augenoptiker Detlef Zinn. Gemischte Gefühle treiben andere aus der Runde um, denen weihnachtliches Rot statt Türkis und Pink lieber wäre. „Ich glaube, das muss alles für jedes Geschäft individuell gelöst werden“, fasst Buchhändler Jan Hoffmann zusammen. Und bis zur Eröffnung der Lichterstadt am 28. November sind es ja noch ein paar Tage.

Heike Hiltrop

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