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Ostholstein Stiftung besucht Wall-Baustelle
Lokales Ostholstein Stiftung besucht Wall-Baustelle
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19:13 04.10.2016

Die Baustelle am Oldenburger Wall und die Forschungen zu archäologischen Funden standen im Mittelpunkt der Herbsttagung des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Oldenburger Wall. Dessen Mitglieder kamen vor Kurzem im Wallmuseum zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Neben Berichten des Beirats-Vorsitzenden Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, von Stephan Meinhardt als Museums-Geschäftsführer und Torsten Ewers als Stiftungs-Vorsitzendem war ein wichtiger Punkt im Programm ein Rundgang über die Wall-Baustelle an der Burgtorstraße. Weil der Hang dort teilweise abgerutscht war, muss er stabilisiert werden.

Oldenburgs Bauamtsleiter Stefan Gabriel erläuterte Einzelheiten der Sanierung und die Problematik, die angrenzenden Häuser vor Schaden zu bewahren. Weil die ursprünglich geplanten Arbeiten zu hohe Vibrationen mit sich gebracht hätten, werden nun alternative Lösungen geprüft (LN berichteten).

Nach dem Besuch auf der Baustelle berichtete Diplom-Restauratorin Gabriele Zink über den Forschungsstand des Reliquienbeutels von Starigard. Letzterer war vor etwa 30 Jahren bei Ausgrabungen auf dem Wall entdeckt worden. Um den Befund zu sichern, war er seither tiefgefroren im Archiv in Gottorf gelagert. Jetzt arbeitet sich die Restauratorin auf filigranste Weise in den Schatz hinein.

Die Fachfrau zeigte anschaulich, wie akribisch in kleinsten Bereichen Schicht für Schicht freigelegt wird. Goldlahnfäden, Goldlitzen und feinste Seidenfäden werden gesichert, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie der Reliquienbeutel einmal ausgesehen hat. Das wiederum lässt Rückschlüsse auf die weitläufigen Handelsbeziehungen von Starigard im zehnten Jahrhundert zu. Dadurch hat sich wieder einmal gezeigt, wie durch Archäologie das Leben von vor 1000 Jahren rekonstruiert werden kann.

LN

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