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Ostholstein Stiftung will den Forschergeist wecken
Lokales Ostholstein Stiftung will den Forschergeist wecken
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21:22 02.02.2016
Workshop-Trainer Carsten Kreutzfeldt demonstriert den Teilnehmerinnen, was man mit Wasser, buntem Krepppapier, Lebensmittelfarbe und Zuckerwürfeln so allen anstellen kann. Quelle: Fotos: Binder

„So schwierig hätte ich mir das nicht vorgestellt“, sagt Janina Petersen erstaunt. Doch die Aufgabe, kleine Kugeln aus verschiedenen Materialien in eine leere Flasche zu pusten, bringt die Erzieherin und ihre Kolleginnen an den Rand der Verzweiflung: Oft sind die rollenden Objekte schon im Flaschenhals — und kommen dann plötzlich wieder zurück.

Die Erklärung liefert Franziska Müller von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: In der Flasche sei schon Luft — werde dann hineingepustet, müsse dafür auch wieder Luft weichen. „Luft ist nicht nichts“, sagt Müller schmunzelnd. Diese Lektion lernen an diesem Tag zunächst die Erwachsenen — die das Experiment aber schon bald mit Kindern nachahmen wollen. Im Rahmen eines Fortbildungsprogramms erhalten Pädagogen aus den Kreisen Ostholstein, Segeberg und Herzogtum Lauenburg künftig Anregungen für das naturwissenschaftliche Forschen an Kitas. Dafür hat die bundesweit aktive Stiftung mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck ein neues Netzwerk gegründet. Zur Auftaktveranstaltung an der Beruflichen Schule in Lensahn kamen gestern zehn Erzieherinnen aus ganz Ostholstein.

Ziel des Projekts sei es, den Forschergeist von Kindern zu fördern und zu erhalten, erklärt Müller. Sie seien von Natur aus neugierig, wollten die Welt um sich herum entdecken und begreifen. Häufig ebbe diese Begeisterung allerdings mit dem Älterwerden ab, so die Vertreterin der Stiftung. Die Aktion solle dem vorbeugen, indem die kleinen Forscher auf spielerische Weise für naturwissenschaftliche Phänomene begeistert würden.

Geforscht werde größtenteils mit Materialien aus dem alltäglichen Leben, betont Müller. So könnten die geschulten Fachkräfte in ihren jeweiligen Einrichtungen direkt loslegen, ohne vorher irgendwelche Gerätschaften oder Ähnliches anschaffen zu müssen. Die Experimente seien zudem so konzipiert, dass nebenbei weitere Fähigkeiten der Kinder gestärkt würden, betont sie, wie zum Beispiel Sprach- oder Sozialkompetenz.

Im Rahmen des neu gegründeten Netzwerks „Kleine Forscher Schleswig-Holstein Ost“ sollen nun zunächst Workshops zu den Themen Luft und Wasser angeboten werden. Schulungsorte gibt es neben Lensahn auch in Lübeck, Geesthacht, Norderstedt und Bad Segeberg. Nach der Einführungsphase sollen 2017 Seminare zu weiteren Themenfeldern hinzukommen, wie Koordinatorin Andrea Baum ankündigt. Ebenfalls sei geplant, das Projekt nach einer Anlaufphase mit Kitas auch auf Schulen auszuweiten.

Bei der Auftaktveranstaltung bekamen die Teilnehmerinnen schon einmal einen Eindruck von den vielfältigen Versuchen. Sie lösten bunte Zuckerwürfel in Wasser auf, machten Seifenblasen, bastelten Boote aus Alufolie — und nahmen vor allem viele Ideen für den kommenden Tag im Kindergarten mit.

• Weitere Infos und Workshop-Termine gibt es im Internet unter www.kleine-forscher-sh-ost.de.

Die Stiftung
Die Initiative „Haus der kleinen Forscher“ entwickelt Fortbildungen für Pädagogen. In Schleswig-Holstein machen 344 Einrichtungen mit. Infos unter www.haus-der-kleinen-forscher.de.

Jennifer Binder

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