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Ostholstein Straffällige Flüchtlinge mit Fußball integrieren
Lokales Ostholstein Straffällige Flüchtlinge mit Fußball integrieren
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20:14 10.04.2017
Ministerin Anke Spoorendonk mit Ralph Döpper (v. l.), SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, Achim Albrecht (Grone), Alessa Orth, Torsten Geerdts (DRK) und Udo Gerigk (Kast).

Mit 40 Straftätern auf 100 000 Einwohner liegt Schleswig-Holstein an der Spitze in Deutschland. Das räumte Anke Spoorendonk gestern im Uwe- Seeler-Fußball-Park in Malente ein. Um ein „deutliches Signal“ zu senden, soll an alternativen Sanktionsmaßnahmen statt Strafen weitergearbeitet werden. Im Zuge dessen übergab die Justizministerin gestern Förderbescheide an drei Modellprojekte für insbesondere junge straffällige Flüchtlinge. „Mit erzieherischen Maßnahmen betreten wir kriminalpolitisches Neuland“, so Spoorendonk. Politisches Top-Thema in Deutschland sei derzeit die Zuwanderung der geflüchteten Menschen, sagte Ralph Döpper, Vorsitzender des Landesverbandes für soziale Strafrechtspflege.

Das Land gibt 155 000 Euro für „Fußball Interkulturell/Integrativ“ des Vereins Anstoß, für ein Antigewalttraining des Vereins Kast sowie für „Integration durch Integrierte“ des DRK-Kreisverbandes Kiel. Sport spielt bei den Aktionen, die bei der Integration helfen sollen, eine wichtige Rolle. So können Teilnehmer sich zum „Social Soccer Coach“ ausbilden lassen, sich im Umgang mit Regeln, Ordnung und Konflikten schulen lassen und sogar beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) eine Trainer-C-Lizenz ablegen. „Ziel ist es, dass wir über den Fußball junge Straffällige mit Migrationshintergrund für Engagements in Vereinen gewinnen können“, sagte Stefan Huhn vom Verein Anstoß. Das Anti-Gewalt-Training „Dost“ soll straffällige Migranten mit ihren Taten konfrontieren, beim DRK werden Ehrenamtler mit Migrationshintergrund darauf vorbereitet, Flüchtlinge, die sich wegen kleiner Delikte strafbar gemacht haben, zu begleiten. Die Jugendrichter im Land können Teilnehmer für Projekte vorschlagen. „Straffällige Flüchtlinge sollen wieder Teil unserer Gesellschaft werden und wissen, was es heißt, Teil dieser Gesellschaft zu sein“, sagte Spoorendonk.

bz

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