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Ostholstein Strand? Ja bitte, aber nur mit dicker Jacke
Lokales Ostholstein Strand? Ja bitte, aber nur mit dicker Jacke
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23:14 17.05.2016
Der Strandklang fand nicht am Strand, sondern im Scharbeutzer Kurpark statt: Besucher lauschen auf Holzkisten sitzend der Band Fräulein Frey & Co.

Der Strand war nur etwas für Hartgesottene: Das Pfingstwochenende präsentierte sich an der Küste kalt und windig. Kein Wunder, hatten doch die Eisheiligen über die Feiertage das Regime übernommen. „Es war nicht doll“, zog Strandkorbvermieter Bernhard Laas am späten Montagnachmittag eine eher durchwachsene Bilanz.

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Bei frischem Wind und Temperaturen von elf Grad verloren sich zeitweise nur ein paar warm eingepackte Spaziergänger am Strand.

Zwar seien genug Leute in den Ostseebädern gewesen, aber für den Strand sei es eindeutig zu kalt gewesen. Und so musste Laas nur ein paar seiner bis zu 85 Kilogramm schweren Strandkörbe am Abend wieder in Reih und Glied wuchten. Sie müssen am Ende des Tages immer mit der offenen Seite Richtung Osten stehen, damit die Morgensonne die Feuchtigkeit der Nacht trocknen kann, erläutert Laas.

Wie kalt es an den Pfingsttagen war, hat die DLRG gemessen: zwölf Grad Wassertemperatur, elf Grad Lufttemperatur, dazu eine steife Brise. „Das Wasser ist erfrischend, aber es hat wirklich keine Badewannentemperatur“, stellte denn auch Marcel Mitze aus Hamburg, einer der Wachgänger der DLRG Haffkrug-Scharbeutz, trocken fest. Zwei ganz Unerschrockene, berichtete die DLRG, hätten am Pfingstmontag dennoch ein kurzes Bad in der Ostsee gewagt. Die meisten Besucher aber begnügten sich lieber warm eingepackt mit einem Strandspaziergang, einem Ausflug auf eine der Seebrücken oder auf Fahrradtouren entlang der Dünen. Abwechslung bot auch der Dünengolf, bei dem die Spieler allerdings immer den recht kräftigen Wind von See bei ihren Schlägen einkalkulieren mussten. Wer in einer der Gaststätten draußen saß, war dankbar für die Glasscheiben, die vielerorts den kalten Seewind abhalten.

Viele Küstenurlauber zogen sich nach einem Strandspaziergang lieber wieder ein paar Schritte ins Landesinnere zurück. Die Promenaden waren sehr belebt, im Scharbeutzer Kurpark drängten sich die Menschen zwischen Buden mit allerlei Leckereien und der großen Trampolinanlage. Ein paar Schritte weiter erklang Musik, handgemacht und mit in deutscher Sprache gesungenen Texten. Der Strandklang, die Live-Musik auf zwei Bühnen im Kurpark, fand seine Fans. Sie ließen sich auf Teppichen oder einer der aufgestellten Holzkisten nieder, lauschten der Musik, die abwechselnd von zwei Bühnen kam, und verzehrten selbst mitgebrachtes oder an einem der Stände gekauftes Picknick. Und manchmal kam auch die Sonne heraus und wärmte ein bisschen. sas

LN

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