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Ostholstein „Strandkind“ soll Oase für Familien werden
Lokales Ostholstein „Strandkind“ soll Oase für Familien werden
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19:57 15.09.2016
Wie in diesem Entwurf der Architekten „rismann & spiess“ dürfte das Hotel „Strandkind“ 2017 aussehen. Quelle: hfr

Kommende Woche rollen die Bagger in Pelzerhaken. Der Hotelneubau von Andrea und Olaf Iskra geht in die Realisierung, nachdem das alte Hotel an gleicher Stelle abgerissen wurde (LN berichteten). Ein 100 Jahre alter Bau weicht der Zukunft – dieses Mal fast komplett in Holz gehalten.

 

„Wir wollen authentisch, regional und natürlich sein – ein Hotel zum Wohlfühlen.“             Andrea Iskra
„Nachhaltig heißt auch, Produkte regionaler Anbieter zu nehmen.“ Olaf Iskra

„Wir wollen authentisch, regional und natürlich sein“, sagt Chefin Andrea Iskra. Sie drückt dabei in eigenen Worten aus, was andere als nachhaltig beschreiben würden. Das bewusst gewählte Vokabular unterstreicht, dass ihr und ihrem Mann Olaf Iskra dieses Projekt ein persönliches Anliegen sei, das dort Herzblut drin stecke.

In der Pelzerhakener Straße 43 entsteht ein Hotel mit 41 Zimmern, circa 110 Betten, aufgeteilt in Doppel- und Familien-Zimmer. Angestrebt ist eine Vier-Sterne- Klassifizierung. Das Investitionsvolumen für den Bau beträgt 5,5 Millionen Euro. Schöner Nebeneffekt: Es entstehen circa 30 Arbeitsplätze, 25 davon ganzjährig.

„Wir nehmen die Familien an die Hand, gestalten gemeinsam die Freizeit“, erläutert Andrea Iskra. Dafür benötige man Personal. Andrea Iskra betont: „Wir wollen die Familien geschlossen animieren, mit uns etwas zu erleben, den Stress abzustreifen.“ Gemeinsame Rad- oder Klettertouren – ihr Mann Olaf Iskra ist ausgebildeter Kletterführer – gehören dazu wie auch der Kursus Floßbau oder Surf- und Segel-Unterricht bei Sail & Surf in Pelzerhaken. Kinderbetreuung gibt es auch im Hotel, wo extra zwei Spielzimmer eingerichtet werden. Außerdem wird es am Hotel eine Kletterwand geben und im Gebäude ein Restaurant wie auch eine Bar. „Wir setzen auf regionale Produkte, kaufen frische Waren auf dem Markt oder sind früh morgens bei den Fischern“, erläutert Olaf Iskra.

Im Hotel wird im Umgang mit dem Gast eine Duz-Kultur gepflegt. Auch das soll die Entspannung fördern. Andrea Iskra sagt: „Bei uns kann der Anzug mal daheim bleiben.“ Der Gast soll sich auch einfach mal in der Lobby in der Lümmelecke auf gemütlichen Sitzkissen fläzen. Zielgruppe seien vor allem Familien, aber auch Pärchen – und auch Geschäftsleute, die nach ihren Terminen noch etwas vom Tag haben wollen, seien willkommen.

Um die Saison außerhalb der Ferien auszudehnen, haben sich die Iskras verschiedene Pauschalen ausgedacht, Spezialangebote wie „Urlaub mit Oma und Opa“ oder auch Zeiten, in denen es eine spezielle Kleinkindbetreuung gibt – damit die gestressten Eltern ihre Kräfte wieder im kleinen Wellnessbereich auftanken können. Andrea Iskra sagt: „Wir freuen uns schon sehr auf den Start, das ist für uns eine sehr persönliche Herzensangelegenheit.“ Eröffnung soll im Sommer 2017 sein.

 Peter Mantik

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