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Ostholstein Streit um Graswarder-Schutzzaun
Lokales Ostholstein Streit um Graswarder-Schutzzaun
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20:24 21.11.2016

. Bodenbrütende Vögel im Naturschutzgebiet Graswarder in Heiligenhafen sollen noch besser vor Angreifern wie Fuchs und Igel geschützt werden. Hierfür ist der Bau eines 1800 Meter langen und 1,60 Meter hohen Zaunes geplant (LN berichteten). Doch der Naturschutz steht offenbar mit diesem Bestreben allein da. Denn sowohl Heiligenhafens Stadtverwaltung als auch die Stadtvertretung richten sich gegen diese Maßnahme. Laut Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) würde dies wirken, als würden die Menschen aus diesem Gebiet ausgeschlossen.

„Mister Graswarder“ Klaus Dürkop vom Nabu-Ortsverein sagt kopfschüttelnd: „Ansprechpartner ist hier der Kreis Ostholstein. Mit diesem ist die Maßnahme, in die auch EU-Gelder fließen sollen, abgestimmt.“ Die Maßnahme sei aus seiner Sicht sehr sinnvoll. Eine kleine, ebenfalls umzäunte Fläche habe in diesem Jahr einen sehr positiven Effekt für die Vogelbestände gehabt. Dies solle nun ausgebaut werden. Der Graswarder sei einzigartig im Land und müsse daher besonders geschützt werden. Leider habe die Stadt bis heute nicht begriffen, was Naturschutz ausmache. Stattdessen setze man voll auf den Tourismus. Grotesk sei, dass jener Tourismus stets an erster Stelle mit der Schönheit des Graswarders für sich werbe. Wie im neuen Imagefilm. Dürkop: „Das Paradies Graswarder benötigt Schutz, damit wir weiter mit ihm werben können.“

Der Kreis Ostholstein begründet die geplante Maßnahme wie folgt: „Die Notwendigkeit wurde ermittelt und belegt. Der vorgesehene Zaunbau wurde als einziges Mittel von Experten erkannt und festgelegt.“

Das Naturschutzgebiet Graswarder beheimatet viele streng geschützte Arten. Igel, Fuchs und Marder hätten in der Vergangenheit die Bestände stark reduziert. Das Zulassungsverfahren sei laut Kreis-Pressesprecherin Carina Leonhardt eingeleitet. Im Rahmen des baurechtlichen Verfahrens würde auch die Stadt Heiligenhafen beteiligt. pm

LN

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