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Ostholstein Streit um Hausverkauf mit Erbpachtgrundstück
Lokales Ostholstein Streit um Hausverkauf mit Erbpachtgrundstück
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20:14 05.04.2017

Karin und Dieter Hahn wissen nicht mehr weiter. Das Ehepaar aus Dahme hängt in der Luft. Dabei wollen sie doch nur ihren gemeinsamen Lebensabend zufrieden genießen können. Dafür möchten sie ihr Haus, ein kombiniertes Gebäude aus Laden und Wohnung an der Promenade, verkaufen. Der Käufer wurde schnell gefunden. Es fehlt einzig die Unterschrift des Wasser- und Bodenverbandes Oldenburg, da es sich bei der Immobilie um ein Erbpachtgrundstück handelt. Statt zu unterschreiben schaltete Verbandsvorsteher Dieter Knoll aber eine Anwaltskanzlei ein.

„Meine Frau ist pflegebedürftig und ich bin mit meinen Nerven am Ende“, sagt Dieter Hahn. „Herr Knoll saß im Januar bei uns in der Küche“, ergänzt seine Frau. Knoll habe sich dafür entschuldigt, dass das Thema seit Juli 2016 ruhe. Er sei nicht informiert worden. „Er versprach, gleich in der selben Woche seine Unterschrift beim Anwalt zu leisten“, erzählt Karin Hahn. Seither ist aber nichts passiert bis auf das unschöne Schreiben des Knoll-Anwalts. Auch die Hahns lassen sich juristisch vertreten.

Sie fürchten ihren Käufer zu verlieren. Karin Hahn sagt: „Die Familie hat ihr Haus verkauft, musste in eine Wohnung umziehen.“ Es fallen Bereitstellungszinsen an, außerdem mussten die Möbel zwischengelagert werden. Das Ehepaar Hahn steckt ebenso in der Zwickmühle. „Wir wollen doch nur unsere Ruhe haben. Diese Schikane ist das Letzte, was wir vertragen können“, klagt Dieter Hahn.

In der Neustädter Geschäftsstelle des Wasser- und Bodenverbandes konnte Wilhelm Junge auch nicht weiter helfen. „Das ist ein laufendes Verfahren des Anwalts. Der einzige, der befugt ist, Auskunft zu erteilen, ist der Verbandsvorsteher.“ Knoll meldete sich auf LN-Nachfrage, erklärte: „Die Familie Hahn ist sehr ungeduldig. Sie war es auch, die einen Anwalt zuerst einschaltete.“ Darauf habe er reagieren müssen. „Der Vertrag liegt zur Prüfung beim Anwalt, es handelt sich um ein laufendes Verwaltungsverfahren.“ Knoll verweist darauf, dass das Thema Erbbaurechtsverträge insbesondere in Lübeck hohe Wellen schlage. Knoll: „Wir müssen hier sorgfältig prüfen.“

pm

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