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Ostholstein Streit um Heiligenhafens Steilküstenweg
Lokales Ostholstein Streit um Heiligenhafens Steilküstenweg
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21:16 09.09.2013
Ein Schild warnt vor der Deichabbruchkante. Quelle: Foto: Tobias Buchwald

Das Thema ist nicht neu, aber es spitzt sich immer mehr zu: Auf einem Schild direkt vor dem Steilküstenweg von Heiligenhafen in Richtung Weissenhaus steht es Schwarz auf Weiß geschrieben: „Achtung, Lebensgefahr!!“ Und kleiner darunter: „Deichabbruchkante. Weitere Benutzung des Weges an der Abbruchkante auf eigene Gefahr!“

Aufgestellt hat das Schild die Stadt Heiligenhafen. Hintergrund ist, dass der Wanderweg an der Kante seit Jahren Stück für Stück abbricht und nun quasi direkt am Stacheldrahtzaun des angrenzenden Grundstückes angelangt ist. Dieses hatte die Stadt im März 2007 an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verkauft. Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) ärgert sich natürlich darüber, dass der Zaun so nah an der Kante steht und verweist auf einen Kaufvertragsinhalt, wonach Paragraf 6 des Schriftstücks besagt, dass der Käufer einen Bereich von bis zu fünf Metern, gemessen von der aktuellen Abbruchkante, der Öffentlichkeit als Fußweg gewähren müsse. Die Stiftung wird nach Müllers Meinung dieser Vorschrift nicht gerecht. Stiftungs-Pressesprecher Thomas Voigt sagt dazu: „Ja, es gibt diesen Paragrafen. Aber ob dieser Korridor vor oder hinter dem Zaun sein kann, damit beschäftigen sich augenblicklich die Juristen.“ Die Stiftung favorisiere die Variante, nach der die Spaziergänger innerhalb des Zauns auf der Weide der Galloway-Rinder gehen. Voigt erläutert: „Die Tiere sind friedfertig, wir haben gute Erfahrungen in der Hohwachter Bucht gemacht.“ Die Stiftung habe auch angeboten, dass die Stadt auf eigene Rechnung einmalig den Zaun zurücksetzen könne. Das aber kommt offensichtlich für die Warderstadt nicht in Frage. Müller betont: „Die Kante ist jedenfalls lebensgefährlich. Wenn dort jemand stürzt, braucht es einen Schutzpatron von oben.“ Beide Seiten haben ihre Anwälte eingeschaltet, wollen ihre juristischen Möglichkeiten prüfen. Doch Müller hofft:

„Wir wollen uns noch mal treffen und eine Einigung im Dialog miteinander finden.“

Sollte es keine geben, sind die Juristen gefragt und der Weg müsste zunächst gesperrt werden. Die Zeit drängt. Denn das Wetter wird feuchter und damit steigt auch die Gefahr für die Spaziergänger.

pm

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