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Ostholstein Streit um Sportplatz-Sanierung: Footballer drohen mit Weggang
Lokales Ostholstein Streit um Sportplatz-Sanierung: Footballer drohen mit Weggang
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21:13 09.10.2017
Süsel

Der TSV Süsel hat einen deutlichen Brief an den Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) geschrieben. Der Verein fordert in dem Schreiben endlich Taten. Ansonsten wollen die TSV-Verantwortlichen die Nutzungszeiten des vereinseigenen Sportlerheimes und der Sporthalle für die Gemeinde einschränken.

Fordert einen Sportplatz-Umbau im kommenden Jahr: Jan Andresen, Manager der „Ostholstein Vikings“. Quelle: Foto: Zill

Grund für das Schreiben waren die Vorkommnisse in der Gemeindevertretung: Dort schimpfte TSV-Chef Holger Böttcher, dass die Verwaltung bereits vor zehn Jahren über den Zustand des Platzes informiert worden war. Er geht davon aus, dass auch 2018 nichts mit dem Sportplatz passieren wird und kündigte die Zusammenarbeit mit der Gemeinde (die LN berichteten). Diese wartet derzeit auf den Abschlussbericht zur Sportstättenentwicklungsplanung der Uni Kiel, der für 8000 Euro in Auftrag gegeben wurde und Ende des Monats vorliegt. Erst wenn der Bericht da sei, könne weiter geplant und Fördergelder beantragt werden, sagt Swantje Meininghaus (SPD) stellvertretend für Reinholdt. Im laufenden Haushalt wurden noch weitere 17 000 Euro mit Sperrvermerk für Maßnahmen zur Sanierung eingestellt. Der Sperrvermerk wurde jedoch nicht aufgehoben. Meininghaus erinnert an den Abschlussbericht. Bereits im Vorwege Planungskosten zu verursachen, macht für sie keinen Sinn.

Im November gibt es eine Sondersitzung der Gemeindevertretung, in der das Thema noch einmal beleuchtet werden soll. Dann stehen die Haushaltsberatungen für 2018 an. „Das läuft in der Spur“, betont Meininghaus. Ob eine Sportplatz-Sanierung dann innerhalb eines Jahres möglich ist, kann sie nicht sagen und weist nochmals auf den Uni-Bericht hin. Dass die Gemeinde aber 2018 anfängt, sei völlig klar, sagt Meininghaus, die die Debatte für „aufgebauscht“ und „absolut überflüssig“ hält.

Derzeit trainieren neben vielen Schülern 700 TSV-Sportler in Süsel, darunter 60 Footballer der „New Vikings“, die sich inzwischen „Ostholstein Vikings“ nennen. „Der Platz ist eine Katastrophe“, sagt „Vikings“-Manager Jan Andresen. Die Gegner und vor allem die Offiziellen kritisierten bei Saisonspielen den Zustand. „Es gab keinen Schiedsrichter, der sich nicht beschwert hat“, erklärt Andresen. „Schlecht drainiert, komplett fest, nicht mehr auszubessernde karge Flächen, ein Maulwurf und längere Sperrzeiten im Sommer – es kommt eines zum anderen“, zählt er die Missstände auf. Seinem Team ist das Spielen nicht mehr zuzumuten, die Verletzungsgefahr ist hoch, sagt der Arzt aus Neustadt.

In November beginnt die neue Saison – die Planungen sind in vollem Gange. 2018 würden sie den Platz noch so hinnehmen, dann ist aber Schluss. „Wenn hier 2019 Baustelle ist, dann sind wir nicht mehr da.“ Sie bräuchten endlich Planungssicherheit. Dass die Gemeinde keine Anstalten mache, den Platz 2018 fertig zu bekommen, kann Andresen nicht nachvollziehen. Es sei beschämend, dass die Gemeinde nichts mache.

Dem TSV reicht ein Kunstrasenplatz und ein Rasenfeld, da sind sich die Sparten einig. Nur die Politik bereite Kopfschmerzen.

Von Beke Zill

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