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Ostholstein Streit zwischen Vogt und Weber beigelegt
Lokales Ostholstein Streit zwischen Vogt und Weber beigelegt
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21:13 07.02.2018
Diskussion mit Andreas Hansen (v. l., FWV), Heinz Jürgen Fendt (SPD), Christopher Vogt (FDP-MdL), Peter Meyer (FDP), Vogt-Mitarbeiter Julian Peters, Regionalmanager Jürgen Zuch, Bürgermeister Jörg Weber (SPD). Quelle: Foto: Gjs
Burg a. F

Ein wiederholt zitierter Satz hatte Ende 2017 Fehmarns Kommunalpolitiker hellauf empört. „Wer will schon mit dem Zug von Neustadt nach Puttgarden fahren?“, soll Vogt am Rande einer Podiumsdiskussion beim Parlamentarischen Abend des Dialogforums in Kiel gesagt haben.

Nicht nur Weber hat ihn damals vernommen, auch Fehmarns Regionalmanager Jürgen Zuch. „Sehr grenzwertig“, zürnte Weber daraufhin im Hauptausschuss Fehmarn und nochmals auf der Stadtvertretersitzung.

Spätestens da kannten ihn alle Insulaner.

Als Vogt das auf LN Online las, reagierte er ebenfalls wenig begeistert. Er sprach vom „falschen Zitat“. Und war sich sehr sicher: Denn gerade er setze sich doch für ein zukunftsgerichtetes Bahn-Konzept ein, „damit in Ostholstein und in Lübeck in Zukunft niemand schlechter angebunden ist“.

Vogt geht von einer Verwechslung aus

Gestern legten beide Seiten ihren zähen Streit bei, ohne ihn vollends aufklären zu können. Vogt geht nach wie vor von einer Verwechslung aus. Denn ein anderer Landtagskollege, dessen Namen er aber nicht nennen wollte, hatte von „Geisterzügen“ gesprochen. „Das Thema ist durch“, beschied gestern Mittag Weber.

Denn in der Sache vernahmen er – und die anderen Teilnehmer in der Rathaus-Runde – durchaus Positionen, die Fehmarns Interessen stärken. So hielt Vogt an seinem Bekenntnis zu einem vernünftigen Nahverkehrskonzept auf der Schiene fest.

Mit Blick auf die laufende Ausschreibung bis 2035 forderte er: „Nicht nur die Taktung muss für die Bürger attraktiv sein, sondern auch eine moderne Ausstattung.“ Konkret nannte er einen barrierefreien Zugang und freies WLan: „Man muss unterwegs im Zug auch arbeiten können.“

Bekenntnis zum Dialogforum

Die Runde brachte noch andere Kritikpunkte zu Sund- und Beltquerung vor. Eigentlich hätte man sie gerne an Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) gerichtet, der aber vor März keine Zeit für einen Fehmarn-Besuch hat.

Dabei überraschte Vogt, der sich selbst als „Fehmarn-Fan“ sieht, sogar mit seinem Plädoyer für den Erhalt der alten Sundbrücke: „Ich persönlich hoffe, dass sie als Denkmal erhalten bleibt.“ Von Minister Buchholz gab es auch schon mal Abriss-Forderungen.

Vogt sprach sich außerdem für ein bürgernahes Dialogforum aus, das er für sehr wichtig halte. Denn es habe sich bewährt, um die Interessen der betroffenen Bürger einzubinden. Deshalb bedaure er, dass sich einige Initiativen – bei aller berechtigter Kritik – von der Teilnahme am Dialogforum verabschiedet hätten.

Anbindung Fährhafen

Fairer Umgang: Vogt sprach sich für eine vernünftige Anbindung des Fährhafens Puttgarden aus. Dabei habe er nicht nur die Reederei Scandlines, sondern auch andere Nutzungen im Blick.

Vogt: „Die langfristige Perspektive von Scandlines ist noch nicht ganz klar.“

Bis Anfang 2019 müsse man sich gedulden, bis die Bahn entscheide, welche Lösung sie am Fehmarnsund bevorzuge. Wichtig für die künftige Querung seien der örtliche Verkehr und die Witterungsunabhängigkeit.

Gerd-J. Schwennsen

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