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Ostholstein Stromwegenetz Fehmarn: Zwei Bewerber im Rennen
Lokales Ostholstein Stromwegenetz Fehmarn: Zwei Bewerber im Rennen
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18:23 26.10.2013

Der Verhandlungspoker ist für den Normalbürger nur mäßig publikumswirksam — für die Bewerber aber äußerst lukrativ. Zum Jahresende läuft der Wegenutzungsvertrag Strom für das Gebiet der Stadt Fehmarn aus. Vertragspartner zwischen Fehmarnsund und Fehmarnbelt ist bisher die Schleswig-Holstein Netz AG (ehemals E.on, davor Schleswag).

Doch in Zeiten der Liberalisierung kommt jetzt der Wettbewerb richtig in Schwung. Donnerstagabend prüfte der Finanzausschuss Fehmarn, beraten durch externe Sachverständige, rund zweieinhalb Stunden lang die eingegangenen Angebote — natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zwei Angebote sind im Rennen: Neben der Schleswig-Holstein Netz AG bewirbt sich auch RWE. Ursprünglich hatten sich auch die Stadtwerke Neustadt/Eutin gemeinsam an der Ausschreibung beteiligt, ihr Interesse aber vorzeitig wieder zurückgezogen.

„Doch es gab keinen Beschluss, noch nicht einmal eine Tendenz“, bestätigte auf LN-Nachfrage der Finanzausschuss-Vorsitzende Werner Ehlers (CDU). Denn noch sind viele Details zu klären. Beiden Bewerbern wurde ein umfangreicher Fragenkatalog mitgegeben.

Dazu gehört unter anderem auch die Laufzeit des neuen Vertrages. Aus triftigem Grund: Denn gemeinsam mit Fehmarns Windmüllern bleibt nach LN-Informationen weiterhin die Zukunftsidee einer autarken Stromversorgung der Insel ein Ziel. Noch sind diese Pläne aber nicht ausgereift. „Es wurde thematisiert“, bestätigte Ehlers, ohne konkrete Details der nicht-öffentlichen Beratung zu nennen.

Wie geht es jetzt weiter? Ein „Hauruck-Verfahren“ soll es nicht geben. Wenn es gut läuft, könnte eine Entscheidung auf der Stadtvertretersitzung am 19. Dezember fallen. Ehlers rechnet aber eher mit einem Aufschub bis Anfang 2014. Eine Sondersitzung im Januar oder Februar hält er für „wahrscheinlich“. Dass sich das Stromnetz derzeit im Eigentum der Schleswig-Holstein Netz AG befindet, wäre übrigens kein Hinderungsgrund für einen eventuellen Wechsel des Vertragspartners. Sollte RWE am Ende den Zuschlag erhalten, müsste sie das Netz dem bisherigen Eigentümer abkaufen, so Ehlers.

Gerd-J. Schwennsen

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