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Studenten planen Zukunft der Neustädter Getreidespeicher

Neustadt Studenten planen Zukunft der Neustädter Getreidespeicher

Es gibt vielfältige Ideen für die Getreidespeicher am Neustädter Hafen: Hotel, Kletterhalle, Theatersaal und Wohnungen könnten bald dort geplant werden. Eine angestrebte Umnutzung soll in drei bis fünf Jahren realisiert werden, Studenten der Lübecker Fachhochschule stellte nun ihre Entwürfe vor.

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Bilder wie diese könnten bald der Vergangenheit angehören. Das Aus des Gewerbehafens ist beschlossen. Die drei Speicher sollen bleiben.

Neustadt. Die Getreidespeicher am Neustädter Hafen zählen zu den markantesten Gebäuden der Stadt. Ihre Zukunft ist unklar. Während die beiden roten LHG-Türme bereits seit 2013 außer Betrieb sind, wird der fast 100 Jahre alte Petersen-Speicher mit seinen Anbauten noch genutzt. Jedoch laufen die Erbpachtverträge mit der Stadt im nächsten Jahr aus. Die Überplanung der Bauten ist Teil der Umgestaltung der Hafenwestseite. Gestern stellten acht Studentengruppen der Fachhochschule Lübeck ihre Entwürfe vor. Die angehenden Architekten haben sich im Rahmen ihrer Semesterarbeiten mit Umnutzungs- und Sanierungsmöglichkeiten für die Neustädter Objekte auseinandergesetzt.

LN-Bild

Vielfältige Ideen: Hotel, Kletterhalle, Theatersaal und Wohnungen – Eine angestrebte Umnutzung soll in drei bis fünf Jahren realisiert werden.

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Heute ist Preisverleihung

Die Umgestaltung der Hafenwestseite in Neustadt wurde im Februar 2016 politisch beschlossen. Das Gelände soll maritim-touristisch genutzt werden. Heute um 17 Uhr wird im Sitzungssaal des Rathauses mitgeteilt, welcher Architekt den Realisierungswettbewerb Hafenwestseite/Bahnhofsumfeld gewonnen hat. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Eingangs betonte Professorin Renate Abelmann, dass es vor allem darum gehe, Altbauten zu verstehen. „Man muss sie begreifen, entdecken was an ihnen wichtig ist und herausfinden, welche Nutzungen möglich sind.“

Die Master-Studenten haben sich eindeutig viele Gedanken gemacht und präsentierten teils höchstunterschiedliche Nutzungsvarianten. Bettina Bastian und Henning Ukena hatten sich die LHG- Türmen von 1954 vorgenommen, die an das Bahnhofsgelände grenzen. Sie sprachen sich dafür aus, ein Speicher-Hotel zu entwickeln. „Wir wollen beide Türme erhalten. Die Außenanlage wird jedoch umgestaltet. Es gibt einen eignen Hof mit Sitz- und Spielmöglichkeiten“, erläuterte Henning Ukena. In den Türmen könnten Zimmer entstehen, im Keller eine Bar. Die drei anderen Gruppen, die sich mit dem Komplex beschäftigt haben, waren ebenfalls für den Erhalt der Türme. Mussten sie auch, denn sie sind denkmalgeschützt. Ihre Entwürfe sehen unter anderem die Einrichtung eines Info- und Welcome-Centers, den Bau von Balkonen und die Installierung eines Treppenhauses sowie Aufzuges zwischen den beiden Türmen vor. Statt eines Hotels wurde auch der Umbau zu Ferienwohnungen vorgeschlagen. Spektakulär mutet ein angedachter Skywalk, also ein gläserner Durchgang zwischen den Türmen im Bereich des achten Obergeschosses, an.

Der Petersen-Speicher hingegen lässt sich nur schwer losgelöst von den Erweiterungen der Raiffeisen HaGe aus den 1960er und 1990er Jahren betrachten. Deshalb plädierten fast alle Studenten für einen Abriss des gut 50 Meter hohen Turmes. Jedoch gab es auch den Vorschlag, eine 20 Meter hohe Kletterhalle zu bauen. Darüber könnten Hotelzimmer mit 72 Betten realisiert werden.

Darüber hinaus zeigten die Studenten Restaurants, Bars in luftiger Höhe, Boutiquen und andere kleine Läden. Ein Entwurf sieht sogar den Bau eines 175 Plätze umfassenden Theatersaales im Petersen-Speicher vor.

 Bauamtsleiterin Antje Weise rechnet damit, dass die Getreidespeicher in den nächsten drei bis fünf Jahren eine neue Funktion erhalten. Dass Ideen der Studenten einfließen ist unwahrscheinlich. Schließlich gab es einen europaweiten städtebaulichen Wettbewerb (siehe Kasten).

 Sebastian Rosenkötter

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