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Ostholstein Protest gegen Seelöwen-Projekt
Lokales Ostholstein Protest gegen Seelöwen-Projekt
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16:45 26.11.2018
Dieses Transparent hing am Montagmorgen am Zaun am Süseler Baum. Quelle: Privat
Süsel

In Süsel gibt es Kritik am Vorhaben der Tiertrainer Isa und John Burke, auf der Fläche am Süseler Baum Pools für ihre vier Seelöwen zu errichten und dort das Schwimmen mit den Tieren anzubieten. Allerdings pauschal zu behaupten „Die Gemeinde Süsel sagt Nein danke zum Tierschutz“, wie es auf einem Transparent behauptet wird, das Montagfrüh am Zaun des Geländes hing, ist weit hergeholt. „Bei mir hat sich niemand gemeldet, der das Projekt ablehnt“, sagte Bürgermeister Adrianus Boonekamp (CDU). Er unterstützt es vorbehaltlos und setzt auch auf Rückendeckung durch die Gemeindevertreter.

„Für ,Peta’ nicht professionell genug“

Das Transparent hatte Isa Burke am Montagmorgen selbst entdeckt. „Da fing es gerade an zu regnen, und die Buchstaben verliefen, so dass der Text schnell unleserlich war“, berichtete sie. Nach ihrer Auffassung ist für das Transparent eher „ein einzelner Spinner“ verantwortlich als die Tierrechtsorganisation „Peta“. „Für ,Peta’ war das nicht professionell genug, die hätten wasserfeste Farbe genommen“, sagte Isa Burke.

Nachdem die LN am Freitag über das geplante Schwimmen mit Seelöwen, unter anderem begleitet von einem Ergotherapeuten, berichtet hatten, gab es auf der Facebook-Seite von LN-Ostholstein dutzende Kommentare – darunter wohlwollende und bestärkende, aber auch viele Anfeindungen. „Wir sind hart unter Beschuss, das setzt uns schon zu und geht an die Substanz. Es kamen auch Drohungen“, sagte die Tiertrainerin. Ihr Mann und sie haben deshalb ihren Anwalt eingeschaltet. „Er liest die Kommentare aufmerksam und wird gegebenenfalls eingreifen“, kündigten sie an.

„Die Tiere beuten uns aus, und wir lieben es“

Auf besonders heftige Kommentare bei Facebook antwortete Isa Burke so: „Dies hier geht an die, die der Meinung sind, dass wir und andere Halter von ,Wildtieren’ unsere Tiere ausbeuten und sie in unsere Dienste stellen. Ihr Lieben, die Wahrheit ist, dass es genau andersherum ist. Die Tiere beuten uns aus, und wir lieben es . . . WIR stehen im Dienste unserer Tiere und nicht andersherum – dies 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, ohne auch nur einen freien Tag. Wir tun dies gern, weil wir unsere Tiere lieben.“ Sie räumte ein: „Ja, wir verdienen ab und an ein wenig Geld mit den Tieren, weil es Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, mit ihnen zu schwimmen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen sehr helfen kann. Davon lässt sich gerade mal ihr Lebensunterhalt bestreiten.“

Auf anklagende und teilweise bösartige Wortmeldungen habe sie versucht, sachlich zu reagieren und ihre Motivation zu erklären, sagte Isa Burke. „Vielleicht konnte ich den Sturm nutzen und den einen oder anderen auf unseren selbstfinanzierten Tierhof aufmerksam machen.“ In der Casa Burke (www.facebook.com/Schutzhof) leben auch Pferde, Ponys, Schafe, Ziegen, Hühner, Mini-Schweine und Papageien – „lauter Tiere, die irgendwo übrig waren“.

Ulrike Benthien

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