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Ostholstein Süsel auf dem Weg zu schnellerem Internet
Lokales Ostholstein Süsel auf dem Weg zu schnellerem Internet
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23:18 26.04.2016

Leistungsfähige Internetverbindungen für alle Dorfschaften — dafür, dass aus diesem fraktionsübergreifenden Anliegen der Süseler Gemeindevertreter Realität werden kann, sind mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) die Voraussetzungen geschaffen worden. Dem ZVO wird damit die Aufgabe „Aufbau und Ausbau einer Breitbandnetzinfrastruktur“ übertragen. Den entsprechenden Beschluss fällte die Gemeindevertretung einstimmig am Montagabend.

Indes ist der ZVO damit nicht der einzige potentielle Anbieter, der in diese Richtung aktiv wird: Für die Orte mit der Telefonvorwahl 04521 bis auf Gothendorf plant die Telekom die Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu den Verteilerkästen. Von dort sollen Kupferleitungen in die einzelnen Haushalte führe, informierte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS). Über dieses plötzliche Engagement der Telekom zeigten sich die Politiker einigermaßen irritiert. Auch die Eutiner Stadtwerke (SWE) haben Süsel auf dem Schirm: Sie wollen ein Breitbandangebot für den Hauptort formulieren. Eine Informationsveranstaltung ist für den 9. Mai im Sportlerheim Süsel geplant. „Da prescht uns die Telekom bei der Akquise in die Flanken“, konstatierte Reinholdt und verwies auf das Beispiel Fissau, wo die Telekom ebenfalls Werbung mache, nachdem die SWE die Szene betreten haben. „"ZVO und SWE bieten einen guten Standard, wir sollten versuchen, 60 Prozent der Anwohner dafür zu begeistern“, sagte Albrecht Dudy, Fraktionsvorsitzender der SPD. Kupferleitungen, wie sie die Telekom einsetze, seien nicht zeitgemäß. Der ZVO hat angekündigt, auf einer außerordentlichen Verbandsversammlung am 19. Mai im Eutiner Kreishaus eine Breitbandsparte zu gründen. Die Gemeinde Süsel hat für die Gründungsfinanzierung 43000 Euro veranschlagt.

Ums Geld ging es auch bei einer weiteren einstimmigen Entscheidung: Die Ausbaubeitragssatzung wurde dahingehend geändert, dass Anlieger künftig die von ihnen erhobenen Beiträge über einen Zeitraum von zehn Jahren verteilt entrichten können. In diesem Zusammenhang brachte Adrianus Boonekamp (CDU) den Gedanken zur Sprache, alle Bürger und nicht nur die Anlieger beim Straßenanbau an den Kosten zu beteiligen. Eine Maßnahme, für die es keine Rechtssicherheit gebe und die deshalb nicht umzusetzen sei, so die Reaktion im Gremium. aj

LN

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