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Süsel braucht mehr Bauland, nur wo?

Süsel Süsel braucht mehr Bauland, nur wo?

Kontroverse in der Gemeindevertretung — Zusätzliche Bauplätze in Bujendorf beschlossen.

Groß Meinsdorf. Süsel braucht dringend Bauland, da ist sich die Gemeindevertretung einig. Aber über den richtigen Weg dahin gehen die Meinungen auseinander. Bürgermeister Holger Reinholdt und seine Mitstreiter der FWS wollen den großen Wurf, das geplante Gesamtkonzept, das sich auf die drei Hauptorte Süsel, Meinsdorf und Bujendorf konzentriert. SPD und CDU wollen nicht mehr länger warten. Wo möglich, sollen schon jetzt Baugebiete entwickelt werden.

 

LN-Bild

Bürgermeister Holger Reinholdt (l.) dankt Klaus Blunck für den Einsatz bei der Feuerwehr Fassensdorf.

Quelle: pet

Mit den Stimmen von SPD und CDU beschloss die Gemeindevertretung am Donnerstagabend auf ihrer Sitzung im Vereinsheim der Schießgemeinschaft Schwartautal in Bujendorf „Bauflächen für standorttypische Wohnbebauung“ zu schaffen. Nach Angaben von Klaus Berger (SPD), Vorsitzender im Planungsausschuss, geht es um acht Bauplätze. Sie liegen westlich der Bujendorfer Landstraße und südlich des Anschottredders und schließen sich an das bestehende Wohngebiet an. Die Vertreter der FWS stimmten gegen die erforderlich Änderung und Ergänzung des Bebauungsplans.

„Hier und da Bauland auszuweisen, ohne schlüssiges Konzept, das halte ich für sehr bedenklich“, machte Reinholdt gegen den Beschluss Front. Ein solches Vorgehen gefährde das Gesamtkonzept.Zudem habe er Bedenken, dass die Landesplanung mitmache. Berger ließ das nicht gelten. In Süsel fehle die Entwicklung. „Wir versuchen seit zwei Jahren ein Baugebiet auszuweisen, aber es kommt und kommt nicht in die Pötte.“ Da seien die Flächen in Bujendorf „zumindest ein Ansatz für ein bisschen Entwicklung“, verwies der SPD-Vertreter auf den Bauboom in anderen Gemeinden. Adrianus Boonekamp (CDU) sah es genauso. „Wir sind in Süsel nicht weitergekommen, also müssen wir im Umkreis schauen, wo wir Bauland finden.“

Die Gemeinde Süsel hatte im Sommer 2014 extra ein Planungsbüro eingeschaltet, das Bauplätze in den Dörfern aufspüren sollte. Auch Grundbesitzer melden sich nun, um Flächen anzubieten. Nicht zur Abstimmung kam der Antrag, einen Bebauungsplan für landwirtschaftliche Flächen in Gothendorf im Bereich Klintkrog/Lehmbarg aufzustellen. Hier sollte ein größeres Baugebiet entstehen. Der Planungsausschuss hatte Ablehnung empfohlen, weil nur über das Nadelöhr „Am Schmiedeberg“ zu erschließen und im Umfang zu groß für die Eigenentwicklung Gothendorfs. Der Eigentümer zog seinen Antrag zurück.

Weitere Ergebnisse der Sitzung:

Die verschlissene Straße von Bujendorf nach Gömnitz wird neu asphaltiert. Die Kosten werden mit 315 000 Euro angegeben, der Anliegeranteil beträgt 25 Prozent.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernimmt zum 1. August die Trägerschaft der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ in Groß Meinsdorf. Die Kita wurde bisher von einem Elternverein geführt, der die Aufgabe wegen des größer gewordenen Aufwands abgeben wollte.

In Kesdorf wird ein rund 500 Quadratmeter großes Haus mit sieben Wohnungen längerfristig für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet. Aktuell hat Süsel 113 Migranten aufgenommen. Obwohl der Flüchtlingsstrom zuletzt deutlich abgenommen hat, wurden die Aufnahmequoten noch nicht reduziert. Die Kommunen sind gehalten, Wohnraum-Puffer vorzuhalten. Die Gemeindevertretung zeigte sich besorgt, womöglich auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Süsel will wieder Zugriff auf sein zu rund 40 Prozent leer stehendes Rathaus haben. Die leeren Büros sind seit Bildung der Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Eutin 2007 für Personal aus Eutin reserviert. Die Stadt Eutin hat aber über die derzeit zehn Arbeitsplätze hinaus kein Interesse an weiterer Nutzung. Die Vereinbarung zur Verwaltungsgemeinschaft soll entsprechend geändert werden.

Klaus Blunck wurde nach 43 Jahren als stellvertretender Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Fassensdorf geehrt und verabschiedet. Nachfolger Hauke Wulff wurde vereidigt. Neu für die SPD sitzt Andreas Lunau in der Gemeindevertretung. Er ersetzt den ausgeschiedenen Andreas Wende. pet

LN

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