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Ostholstein Süsel hat’s drauf – Bei der Feuerwehr geht’s hoch hinaus
Lokales Ostholstein Süsel hat’s drauf – Bei der Feuerwehr geht’s hoch hinaus
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20:23 17.09.2016
Rund ums Feuerwehrhaus war alles bestens vorbereitet.

Als Retter sind sie auf alle Eventualitäten bestens vorbereitet, und weil die Süseler Feuerwehrleute auch als Gastgeber nichts dem Zufall überlassen, kamen die Besucher beim gestrigen „Tag der offenen Tür“ voll auf ihre Kosten.

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Der „Tag der offenen Tür“ dokumentiert das vielfältige Können und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Team.

So war die Präsentation explodierender Spraydosen nicht der einzige Knaller im Programm: Ein „Rahlf“-Kran fuhr Höhentaugliche in einer Aussichtsgondel auf luftige 30 Meter, der Löschzug Gefahrgut OH-Süd aus Ahrensbök gab interessante Einblicke und auch die Kollegen der Neustädter Feuerwehr und des DRK waren samt Fahrzeugen gekommen. In der Cafeteria gab es Kaffee und Kuchen und natürlich war auch der Grill angeheizt worden.

Bürgermeister Holger Reinholdt schaute auf dem Fahrrad vorbei, Gemeindewehrführer Kai Nagel war „nicht im Dienst“, dafür aber in Begleitung seiner Familie und griff mit Enkel Benno gern in den Loseimer. Die Hoffnung auf den Hauptpreis, einen Raummeter Holz für Ofen oder Kamin oder einen der 50 weiteren Preise, sollte eine möglichst stattliche Summe für den Topf der Süseler Blauröcke zusammenbringen.

Der letzte „Tag der offenen Tür“ liege drei Jahre zurück, angedacht sei, einen zwei-Jahres- Rhythmus zu etablieren, berichtete Jugendwart Dirk Martens. Er gehörte zur Organisationsgruppe, die zusätzlich zum regulären Dienst in fünf Treffen das Programm erarbeitet, Abläufe getaktet und anfallende Aufgaben verteilt hatten.

Ein Einsatz, der sich hoffentlich auch in diesem Jahr wieder lohnen wird: „Beim letzten Mal haben wir einen Kameraden für die aktive Wehr gewinnen können, es wäre schön, wenn wir das wiederholen könnten. Grundsätzlich ist so ein Ereignis eine gute Möglichkeit, sich der Dorfschaft zu zeigen“, so Dirk Martens.

Mit 47 aktiven Feuerwehrleuten und einem Altersdurchschnitt von 34 Jahren in der Einsatztruppe hat man in Süsel keine akuten Personalsorgen. Was man richtig macht in der Ortswehr, weiß Martens zu beantworten: „Wir haben eine gutgehende Jugendfeuerwehr und sichern so den Nachwuchs. Über die Hälfte der derzeit aktiven Kameraden hat die Jugendfeuerwehr durchlaufen.“

Mit Wasserspritze und Brandschutzaufklärung sollte dann bei den jüngsten Gästen das Interesse für Feuerwehrarbeit geweckt werden. Die jugendliche Einsatzabteilung führte ihr Können vor und auch Basteln und Kinderschminken wurden von den angehenden Blauröcken kompetent betreut. 24 Jugendliche zählt man in Süsel derzeit.

Dass sich mit verlässlichem Personal auch unvorhergesehene Herausforderungen meistern lassen, hat man in Süsel aktuell erfahren: Nachdem sich der Ortswehrführer Stefan Machlitt jüngst berufsbedingt vom Amt zurückgezogen hat, haben sein Stellvertreter Mike Cassel und Jugendwart Dirk Martens seine Aufgaben kommissarisch übernommen. Auch ein Grund, dass am gestrigen Sonnabend unbeschwert gefeiert werden konnte.

Ortswehr unter kommissarischer Führung

Der Freiwilligen Feuerwehr Süsel sind Mike Cassel und Dirk Martens (beide 38 Jahre alt) seit langer Zeit eng verbunden: Cassel steht seit 20 Jahren im aktiven Dienst, Martens trug bereits die Uniform der Jugendfeuerwehr und ist also seit insgesamt 28 Jahren dabei.

Als Ortswehrführer Stefan Machlitt, 2011 gewählt, nun die berufliche Belastung nicht mehr mit seinem Ehrenamt verbinden konnte, waren sie zur Stelle. Kommissarisch übernahm Stellvertreter Cassel die Leitung der Wehr, unterstützt vom Jugendwart Martens. Seit Anfang August ist dies der Stand der Dinge: „Wir können die Zeit bis zum Jahresende auf diese Weise gut überbrücken. Im Januar werden wir uns dann neu aufstellen“, so Cassel.

Astrid Jabs

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